Slechtvalk – An Era Of Bloodshed

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Schlechtfalke (deutsche Übersetzung von SLECHTVALK)? Ist das so was wie Gutmensch? Auch wenn es sich bei der Truppe um eine christliche Black Metal Band handelt, will ich auf Grund mangelnder Texte kein Urteil über die potentielle (Über-)Moralisierung durch die Band bilden. Doch in diesem Fall kann ich sagen: Nomen est Omen – ohne nun auf den Umstand des „christilich“ näher einzugehen oder darauf rum zu hacken. Aber slecht (schlecht) sind SLECHTVALK schon irgendwie.
Zugegeben, im Verlaufe dieser Zusammenstellung der letzten 10 Jahren der Bandgeschichte, steigert sich die Qualität der Lieder deutlich – doch leider gerade mal auf durchschnittliches und nicht weniger nervtötendes Niveau!
Die ersten Songs auf „An Era Of Bloodshed“ sind einfach nur langweiliger, melodischer Black Metal mit viel Geklimper und Keyboards und unterirdisch schlechtem Sound. So ein beschissener Drumcomputer sollte verboten werden!
Ab „Storms“ ist die Compilation tontechnisch dann durchaus erträglich, wenn auch noch nicht am Optimum. Auch die Songs wirken nicht mehr dilettantisch schlecht, sondern einfach nur noch langweilig. Immer wieder zerdreschen Keyboads-Einlagen oder klarer Frauengesang potentiell nette Ideen. An manchen Stellen könnte man auch meinen, man versucht mitleiderregend Borknagar nachzueifern. Aber weder technisches Können, noch ausgereifte Songstrukturen, noch atmosphärische Tiefe gibt es bei SLECHTVALK zu finden. Fans von Nightwish, die es „richtig extrem“ brauchen, können mal ein Ohr riskieren. Ansonsten: Finger fott!

[rating:1]

Infos:
Whirlwind Records – 2009
CD – 13 Lieder / 73:36 Min.