Master – The Human Machine

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Death Metal Urgestein Paul Speckmann und seine Truppe MASTER meldet sich mit ihrem 10. Album zurück und „The Human Machine“ dürfte keinen Fan der Band oder des schnörkellosen oldschool Death Metals enttäuschen! Mehr oder minder ohne Umschweife geht es 10 Mal in einer dreiviertel Stunde auf die Nase. Hauptsächlich im Uptempo präsentieren Speckmann und seine Mannen dicke Riffs und ziemlich angepisste Vocals, treibende Grooves und genügend Abwechslung, dass die Songs trotz großer Homogenität zu keiner Zeit zu langweilig werden. Ab und an geht man mal in fettes Midtempo wie in „A Replica Of Invention“ oder böllert durch Blastbeats wie in „It’s What Your Country Can Do For You„. Gelegentlich wird die olle Thrash-Keule rausgekramt, die aber nur in „Twisted Truth“ und „Faceless Victims Expelled“ durchschlägt. „Suppress Free Thinking“ überrascht mit schrammligen Riffing über Blastbeats, was man heute hauptsächlich aus dem Slam Death Metal kennt, ohne aber nach diesem Genre zu klingen.
Eigentlich sind die verwendeten Bausteine auf „The Human Machine“ nichts besonderes – was erwartet man auch von einer oldschool Death Metal Band, die seit Jahren konsequent ihr Ding durchgezogen hat? Aber MASTER präsentieren altbekanntes auf ihrem 10. Album mit mitreißendem Vibe und einer ganzen Hand voll mörderisch guter Songs: „The Human Machine„, „True Color„, „Suppress Free Thinking„, „Worship The Sun“ oder „The Lack Of Space„. Für Fans der alten Schule und des geradlinigen Death Metals ein gefundenes Fressen!

[rating:4.5]

Infos:
Pulverised Records – 16.04.2010
CD – 10 Lieder / 45:53 Min.