World Hate Center – Maximum Perversum

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Oftmals sind die Grenzen im Porngrind so fließend, dass man nicht immer genau weiß, ob eine Band einfach nur einen kruden Humor hat, oder den propagierten Sexismus ernst meint. Im Falle von WORLD HATE CENTER ist es aber sonnenklar, hier steht der Humor im Vordergrund. Und aus diesem Grund kann man das erste Lebenszeichen „Maximum Perversum“ eigentlich auch nicht wirklich ernst nehmen – und dennoch hat es einen gewissen, wenn auch kurzzeitigen Unterhaltungsfaktor.
Hier werden die homophoben, perversen und teilweise schon satirischen Samples bewusst mit einem fetten Augenzwinkern aufgetischt, dass man meint die Truppe müsste von den heftigen Liedbewegungen eine Bindehautentzündung bekommen. Der Gipfel der Persiflage ist wohl „Fisting Lessons„, das einen Beitrag des Nacht-Hobby-Psychaters Domian mit harter Musik unterlegt. So unterhaltsam das aber auch ist, ist es auf der anderen Seite auch schade, dass die besten musikalischen Ideen hier komplett ohne Gesang verbraten werden.
Wax Punishment“ kann hier als Höhepunkt des Albums schon mehr überzeugen, zeigt ein brauchbares Riff im Refrain, hohen Pitchshifter-Gesang und ist trotz kleiner Anleihen aus Industrial/Techno nett anzuhören. Hingegen die anderen Anflüge von vornehmlich elektronischen Ideen gefallen mir nicht so sehr und auch nicht, dass manche Gitarren doch etwas zu sehr nach Hardrock denn Grind klingen. Dass die simplen Songstrukturen mit der häufigen Wiederholung einiger Themen – und seien es bloß die Samples, die bereits den Song eröffnet haben – sich schnell abnutzen, brauche ich wohl nicht erwähnen.
Kurzum, für diese knapp 15 Minuten Musik-Comedy hätte ich wohl kein Geld hingelegt. Doch als kostenloser Download von der Bandseite drückt man gerne schon mal ein Auge zu und lässt sich eine viertel Stunde seicht unterhalten.

Keine Wertung

Infos:
Eigenproduktion – 24.12.2009
MP3 – 7 Lieder / 14:40 Min.