Trident – World Destruction

 ,

In Skandinavien gibt es bekanntlich ein Phänomen: Dort schafft man es mit 10 Musikern 1000 Bands zu unterhalten. So ist auch TRIDENT wieder mal eine All-Star-Truppe rund um (Ex-)Mitglieder aus u.a. Necrophobic, Dissection, Soulreaper, Therion, Runemagick oder Grief Of Emerald. Erstgenannte Bands zeigen wohl die am deutlichsten die Fahrtrichtung des Debütalbums „World Destruction„, das mal mehr zur einen Stilistik, dann wieder mehr zur anderen tendierend dem Black Death Metal frönt.
Der Opener „The Trident“ lässt zunächst nichts gutes hoffen, synthetische Orchesterklänge mit Marsch-Drums und Gitarren deutet eher auf eine nervig-popige Variante des Genres hin. Doch glücklicherweise böllert „Jaws Of Satan“ dann ordentlich los und macht klar: Mit Kitsch haben TRIDENT nichts am Hut! Ein richtig guter, kompakter und mitreißender Song, dem auch „Nemesis“ in nichts nachsteht. Hier klingen leichte Parallelen zu Immortal durch, die dem fetten Midtempo-Passagen gut zu Gesicht stehen.
Doch leider nimmt die Durschschlagskraft der Songs bereits in „Black Velvet Wings“ etwas ab und verliert sich im „Stockholm Bloodbath“ sogar in der Durchschnittlichkeit. „Luciferian Call“ oder der Titeltrack des Albums versuchen sich an progressiven Aufbauten, verlieren sich aber leider im Verlaufe des Songs etwas, wobei „Luciferian Call“ noch sehr nette Ideen vorweisen kann und die Spannung länger als „World Destruction“ hält.
Auch die instrumentalen Lückenfüller „Mephisto“ und „Blackened Souls“ tragen nicht unbedingt zum positiven Gesamtbild bei, sondern nehmen noch mehr Fahrt aus dem Album. Hätte man sich mehr auf die kompakten, wütenden Nummern vom Anfang konzentriert, hätte „World Destruction“ ein richtig dicker Knaller werden können. So demontiert sich der Wutklumpen zu schnell selber in eine durchschnittliche Veröffentlichung unter vielen.

[rating:3]

Infos:
Regain Records – 22.03.2010
CD – 10 Lieder / 49:36 Min.