The Retaliation Process – Downfall

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Der erste Blick verheißt nichts gutes, das Bandlogo sieht ein wenig aus, wie das von Suicide Silence. Doch es kommt mal wieder anders, als man denkt, denn mit trendigem Deathcore haben THE RETALIATION PROCESS doch eher wenig am Hals. Aber Entwarnung für Freunde der brutalen, harten Klänge gibt es dennoch nicht, denn das Debütalbum „Downfall“ orientiert sich doch an einem ziemlich trendigen, mittlerweile leicht Massenkompatiblen Genre, dem Metalcore. Auch wenn man die dargebotene Stakkato-Musik mit Einflüssen aus Pantera und Machine Head immer wieder als modernen Death Metal verkaufen will, wird die eher rhythmus-orientierte Musik mit mehr als typischen Elementen aus dem Metalcore wohl keinen Death Metal Fan zum Kauf überreden können.
Musikalisch offenere Charaktere sollten sich den Kauf von „Downfall“ aber ebenfalls gut überlegen. Denn auch wenn ein oder zwei Stücke wie „Uprising“ oder „Four Seasons Of Self Mutilation“ nette Ideen haben, klingt das Gros der Lieder doch ziemlich gleichförmig, gesichstlos, austauschbar.
Richtige Härte erreicht das Album, trotz des weitgehenden Verzichts auf klaren Gesang nicht wirklich, kommt nicht an die Rotizkeit von brauchbaren Metalcore-Bands wie Zao ran und der Groove der Scheibe basiert zu sehr auf genretypischen, langweiligen Riffs und Beats, die man schon tausend mal gehört hat.
Also: Auch wenn THE RETALIATION PROCESS einen handwerklich ordentlichen Job abgeliefert haben, braucht man „Downfall“ eigentlich nicht.

[rating:3]

Infos:
Silverwolf Productions – 10.02.2010
CD – 10 Lieder / 45:50 Min.