The Argent Dawn – A Blank Eternity

 , , ,

Wiedermal ein paar junge Hüpfer aus England, die angeblich für viel Furore sorgen sollen! Wenn ich mir Bandfotos von THE ARGENT DAWN anschaue, sind die Jungs gerade mal Anfang 20 und haben ähnliche Vorschusslorbeeren wie The Boy Will Drown oder Trigger The Bloodshed in den Ankündigungen zu ihrem Debüt „A Blank Eternity“ bekommen. Bei The Boy Will Drown muss ich mich in die Lobeshymnen einreihen, die Jungs sind wirklich innovativ und hauen mit dem Debütalbum „Fetish“ wirklich um! So sind THE ARGENT DAWN von der Innovation wohl näher an Trigger The Bloodshed, wenn auch nicht an deren sturen Kompromisslosigkeit. Selber ist die Junge Truppe nämlich weniger im konsequenten Highspeed-Tempo, sondern Deathcore-typisch gemischt mit Breakdowns und Downtempo-Parts unterwegs. Carnifex, die erste Job For A Cowboy, Whitechapell und Konsorten wären die passenden Referenzen.
Technisch stellen sich die jungen „Newcomer“ gar nicht mal so schlecht an. Die Riffs sitzen sauber, die Blastbeats sind ordentlich – wenn auch ziemlich gefühllos und in Zeiten von Pro-Tools weiß man leider nie, was im Nachhinein am Rechner noch gemacht wurde. Denn der Sound ist für mich wohl das widerlichste an der Scheibe! Wenn die Instrumente einen Break einlegen wird es wirklich absolut Still in dem Lied und klingt ultra klinisch! Dafür ist der Rest wenigstens erträglich, wenn auch ziemlich steril, aber das kennt man ja aus dem Genre.
Die Songs auf „A Blank Eternity“ sind nicht unbedingt schlecht. „Soul Infection“ ist verdammt geil und auch „World Of Hate“ oder „Carving Our Path“ sind sehr gut. An manchen Stellen schafft das junge Gemüse mit den Riffs nette eine leicht düstere und bedrohliche Atmosphäre zu erzeugen. Doch leider kann die erschaffene Stimmung nicht lange gehalten werden, die meisten Breakdowns zerschlagen schnell das Feeling und zerren die Songs in die Belanglosigkeit. Und nachdem das Album aus dem Player verschwunden ist, verschwindet auch „A Blank Eternity“ aus dem Gedächtnis des Hörers. Denn eine der typischen Krankheiten im Deathcore ist wohl auch noch die Kinderkrankheit von THE ARGENT DANW: Man hat keine eigenen Ideen, schafft es nicht wirklich packende, eingängige und wiedererkennbare Songs zu schreiben.

Wer sich mit oben genannten Vertretern des Deathcores / fucking trendy modern Death Metal anfreunden kann, könnte die Newcomer aus UK durchaus nett finden. Für alle anderen ist „A Blank Eternity“ wohl eher trivial bis trendig-nervend.

[rating:3.5]

Infos:
Rising Records – 22.02.2010
CD – 10 Lieder / 33:35 Min.