Buzzov•en – Violence From The Vault

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Relapse im ReRelease-Wahn! Convulseds „World Without God„, Obscuras „Retribution„, in naher Zukunft dann die Split-Sachen mit unveröffentlichtem Material von Sayyadina und dann noch ein paar alte Scheiben von 16 und, und, und… Doch vorher gab es noch richtig olle Kamellen von BUZZOV•EN, Material, was irgendwann 1995 mal auf Kasette gebannt wurde und seither nicht veröffentlicht wurde. Wenn wir ehrlich sind: Böse wären wohl nur die eingefleischten Fans dieser Sludge/Stoner-Band, wenn das Material nicht an das Licht der Öffentlichkeit gekommen wäre!
Nicht etwa, dass „Violence From The Vault“ wirklich schlecht wäre. Aber der angepriesene Hammer ist die EP mit der Spielzeit eines regulären Metal-Albums auch nicht. Die Sound-Qualität tut sich nichts mit der dargebotenen Musik, dreckig-rotziger Low-Fi für die Sound-Puristen. Bei den Songs nicht wirklich ein Minus-Punkt, sondern eher Teil des scheppernden Gesamtkonzepts. Und die ersten beiden Nummern „Maineline“ und „Paintake“ sind sogar richtig nett. Fieser Sludge mit leichten Stoner-Einschlag und ziemlich angefressenen, wenn aber auch noch nicht richtig verzweifelten Vocals. Bei „Breed“ geht aber schon etwas die Luft raus und der Song kommt nur Stellenweise aus dem Stop’n Go richtig in Fahrt. Mit „Nod“ wird dann die Spielzeit der EP künstlich gestreckt, hier gibt es 15 Minuten lang nur hypnotischen Krach, ab und an scheppernde Becken, eine ziemlich langgezogene Gitarre und sehr abgedrehter Sprechgesang. Anfangs noch unterhaltsam, aber irgendwann geht die Nummer einem nur noch auf die Eier. Zum Glück drückt am Ende von „Violence From The Vault“ nochmal „I Never“ etwas auf die Tube, rauscht aber leider dann am Hörer vorbei.
So kann der interessierte Sludge-Rocker gerne mal in das Teil reinhören, wird aber sicher nicht sterben, wenn er diese Veröffentlichung einfach ignoriert.

[rating:3]

Infos:
Relapse Records – 05.01.2010
CD/LP/MP3 – 5 Lieder / 33:33 Min.