Exhibit A – Portrait In Rhyme

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Kurzer Prozess für EXHIBIT A, die mit „Portrait In Rhyme“ einen anachronistischen Trip einräumen. Wer hätte gedacht, dass man heute noch ein Nu Metal-Album rausbringen kann? Ich dachte, die Welle wäre vor 8 Jahren, spätestens nach dem Slipknot-, Korn– und Mudvayne-Hype ausgelutscht!
Im Endeffekt ist es auch das gleiche mit EXHIBIT A, die sich besonders von Korn beeinflusst zeigen und an manchen Stellen auch ziemlich auf Mudvayne schielen. Leider erreicht man dabei nicht die „Tiefe“ der Truppe um Jonathan Davis noch die anspruchsvolle und progressive Instrumentalisierung der ehemaligen Masken-Männer. So bleibt ein seichtes Album ohne besonderen Tiefgang oder gute Songs. Lediglich der Opener „Eden Will Fall“ macht kurzfristig mit seinem netten Riff etwas Spaß, aber im Laufe des Albums zeigt sich die Band zu uninspiriert und zu sehr auf möchtegern-krank. In „Unchanging Hell“ gipfelt alles einfach nur noch in Krach. Dazwischen gibt es viele Klischees aus dem Nu Metal.
Der typische Leser vom NecroSlaughter dürfte sein Urteil spätestens bei den Referenzen auf Korn und Slipknot gefällt haben. Und das ist auch gut so, denn die Originale haben – ob man sie nun mag oder nicht – wesentlich originellere Ideen und bessere Songs, als EXHIBIT A.

Keine Wertung in diesem kurzen Prozess

Infos:
Rising Records – 08.02.2010
CD – 13 Lieder / 39:56 Min.