Erotic Gore Cunt – The Gore Clit Arise

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Simpel-fröhliches Gepolter zu den schönen Themen des Lebens, sexueller Perversionen und Gewalt gibt es knapp eine halbe Stunde lang auf dem Debüt-Album von EROTIC GORE CUNT. Dabei nimmt sich das Quartett glücklicherweise selber nicht zu ernst, was aber an einigen Stellen auch für ein paar Ausfälle auf „The Gore Clit Arise“ sorgt. So spaßige Nummern wie „Gains, You Bastard„, was nur aus kurzem Krach besteht, oder das ähnlich gestrickte „Knife In The Ass“ sind zwar kurzzeitig unterhaltsam, aber spätestens in der Dauerrotation des Albums werden gerade diese Stellen schnell nervig. Mehr Durchhaltevermögen hat das tanzbare „9 Inch Clit“ mit dem Off-Beat.
Insgesamt glücklicher ist „Raped By A Cucumber„, was mit dem kaputten Intro und vom Humor her voll in die gleiche Kerbe wie Rompeprop schlägt, auch wenn das musikalische Niveau hier noch nicht ganz an die Tulpenperversos ran reicht. Dennoch denke ich, dass gerade dieser kaputte Song schnell zum Hit unter den kranken Goregrindern avancieren wird.
An anderer Stelle hat man hingegen schon wesentlich deutlicher von Rompeprop geklaut und bedient sich dreist am Uptempo-Groove und sogar am Beat des Knallers „As She Licked My Only Ball“ (Rompeprop), wie in „Whore Machine„, „Mushroom Infection“ oder „We Shit On Your Face„. Auch wenn diese Stellen einander ziemlich ähnlich sind, und man sie nicht wirklich auseinander halten kann, machen sie dennoch richtig Spaß und die Gesamtkonstellation von „We Shit On Your Face“ macht einen richtig guten Song.
Zwischen den guten, meist recht groovigen Songs und dem totalen Fun existiert noch eine Hand voll eher durchschnittlicher bis langweiliger Songs. So Lieder wie „Cock Eater„, „Your Cunt/Pussy Smells Like Cheese“ oder „Gas Mask Fetish“ braucht im Endeffekt niemand. Und wenn man ehrlich ist: So gut „We Shit On Your Face“ oder der Titeltrack von „The Gore Clit Arise“ auch sind, so kommen selbst die besseren Songs auf der Scheibe noch lange nicht an den hohen Unterhaltungswert von z.B. Rompeprop ran. Aber ich will auch nicht zu streng zu EROTIC GORE CUNT sein! In dem Genre wimmelt es nur vor durchschnittlichen bis schlechten Bands. Und im Vergleich zur breiten Masse haben die Jungs aus Aurich noch Potential nach oben und sind jetzt schon überdurchschnittlich.
Doch vor dem Kauf von „The Gore Clit Arise“ ist man wohl am besten live mit den Jungs bedient. Denn richtig verpackt in Bier, ein paar kaputte Masken und eine mitgröhlende Meute sollte das Zeug am besten funktionieren. Ob meine Vermutung richtig ist, werde ich am 27.02. sehen, wenn EROTIC GORE CUNT mit Rompeprop, Rectal Smegma, Mucupurulent und Cliteater im Bahndamm zu Wermelskirchen poltern…

[rating:3.5]

Infos:
Fecal Junk Records
CD – 17 Lieder / 27:20 Min.