Temple of Baal – Lightslaying Rituals

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Immer und immer wieder wird man mit durchschnittlicher bis belangloser Musik konfrontiert. Gerade in Zeiten von Myspace scheint es so, als ob die Anzahl an Bands in dieser Kategorie ins schier unermessliche gewachsen sei. In Wahrheit findet ist es nur einfacher geworden über diese Bands zu stolpern. Früher hätte man von so mancher Band weder den Namen, geschweige denn mal die Musik gehört. Doch nun ist alles nur einen Klick weit weg.
Wenn man sich hingegen mit Musik als Schreiber eines noch so kleinen Magazins auseinandersetzt, verläuft diese Konfrontation oftmals viel unfreiwilliger und nochmals auf einem anderen Niveau. Immerhin erwartet man vom Schreiber, dass er sich intensiv mit einer CD auseinandersetzt, bevor er was schreibt und hoffentlich konstruktive Kritik übt.
Doch ab und zu kommt es vor, dass man eine CD ausmustert. Sei es, weil man zu viel zu tun hat, weil die dargebotene Musik nicht in das eigentliche Konzept des Magazins passt oder auch nur, weil die Musik wirklich nur belanglos ist. So hätte ich fast die Besprechung von“Lightslaying Ritual„, dem aktuellen Album von TEMPLE OF BAAL abgelehnt. Die Lieder klingen stellenweise zwar nett, aber größtenteils reißen sie mich nicht mit und sind einfach nur durchschnittlich bis stellenweise nervig. Und was soll man in einer Kritik auch groß schreiben, wenn einem zu der Musik eigentlich nichts einfällt, außer dass sie eigentlich nur vor Profanität strotzt?
Doch nach mehrmaligen Hören fielen mir dann doch drei Songs auf. Gut versteckt am Ende der CD zeigen sich die Franzosen doch noch mal böse und heavy und hauen mit „Hate Is My Name“ – was ein wenig an Immortal erinnert -, „Poisoned World“ und „Vectors Of The Void“ ein paar richtig gute Songs raus! Hier kommt mehr fetter, böser Death Metal zum Vorschein, als auf dem restlichen Album und rettet somit viel, lässt doch ein wenig Profil erkennen.
Und dann sticht auch schon „Black Sun Of The Damned“ positiver aus „Lightslaying Rituals“ hervor, als er es bei den ersten Hördurchläufen getan hat. Leider schaffen es die restlichen Songs auch jetzt nicht aus dem Durchschnitt heraus. So bleibt unter dem Strich nur ein belangloses Album mit ein paar guten Stücken. Ist das genug, um einen Kauf zu rechtfertigen? Meiner Meinung nach nicht! Da gibt es sowohl im Death Metal, wie auch im Black Metal und auch im Misch-Genre Black Death Metal alle Male bessere Bands!

[rating:3]

Infos:
Agony Records – 12.10.2009
CD/LP/Digipak – 9 Lieder / 40:24 Min.