Unborn Suffering – I Am Your Nemesis

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Unborn Suffering - I Am Your Nemesis
Die Polen sind schon ein derbes Völkchen. Schon die größeren und bekannteren Bands wie Vader, Behemoth oder Azarath böllern schon ordentlich, sind aber immer noch Kasperle-Theater gegen Squash Bowels, Mastabah oder UNBORN SUFFERING.
Das scheinbar erste Lebenszeichen dieser Extrem-Kapelle – weitere Infos über die Band konnte ich nicht finden – ist schon ein ziemlich heftiger Klumpen – sowohl im Positiven wie auch im Negativen!
Die lupenreine Produktion erlaubt zwar viele Details in der Musik zu erkennen, so auch die sehr geilen Bass-Passagen. Doch guter Sound schützt leider vor songwriterischen Schwächen nicht! Hier haben UNBORN SUFFER noch einigen Handlungsbedarf, denn gerade in den etwas vertrakteren Stellen frage ich mich immer wieder nach Sinn und Zweck. Ebenso bei dem unnützen Breakdown und dem total langweiligen Gravity-Blast-Part in „I Am Your Nemesis„. Da sollte man lieber nochmal zurück ans Zeichenbrett und überlegen, ob man sich nicht lieber auf das konzentrieren sollte, was man kann: Die vergleichsweise straighten Passagen in den Songs. Die sind einfach nur der Killer und haben enormes Potential!
Gut, die ein oder andere Stelle, die nach der Verrücktheit früherer Cryptopsy klingen sind auch ziemlich geil. Doch meist verlaufen sich diese Passagen nach einiger Zeit in verdammt kaputte technische Auswüchse, die zu sehr um der Technik Willen verwendet werden.

Jungs, überlegt noch mal in welche Richtung ihr wollt! Lasst übertriebenes Profilieren in Taktartwechseln und Breaks weg und ihr seid eine verdammt brutale Death-Grind Band! Solange kann ich UNBORN SUFFER nicht wirklich weiter empfehlen und auch keine Wertung aussprechen. Dafür sind zwei Lieder – das Intro ausgenommen – wirklich etwas zu wenig. Wer dennoch mal reinhören mag: http://www.unbornsuffer.bydzia.com/

Infos:
Eigenproduktion – 2009
MP3 – 3 Lieder / 7:10 Min.