Gore Obsessed – Cannibal Holocaust

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Gore Obsessed - Cannibal Holocaust
Man mag ja ein wenig bedenken bekommen: Ein Ein-Mann Projekt, das sich Thematisch eng zu alten Horror-Filmen hingezogen fühlt. Das letzte Mal, das ich mit so was konfrontiert wurde, war es Blue Holocaust, der wirklich derben Goregrind abseits von den meisten Konventionen gemacht hat. Ebenso bedient sich der niederländer Justin an 70er-Jahre Filmen für seinen Album-Titel „Cannibal Holocaust“ und an diversen Filmen der nachfolgenden Jahre für seine Intro-Samples.
Doch mit üblen Goregrind hat GORE OBSESSED weniger zu tun, hier steht mehr alter amerikanischer Death Metal Pate, wie man vielleicht bei der Namensverwandtschaft zu einem Cannibal Corpse-Album schon vermuten mag. GORE OBSESSED ist nur noch eine Nummer rudimentärer und auch leichten Einflüssen aus dem groovigen Grindcore nicht ganz abgeneigt, wie das Impetigo-Cover „Boneyard“ zeigt.
Leider leiden die Lieder allesamt sehr unter dem üblen Drumcomputer-Sound! Das Teil klingt einfach ultra billig und nimmt oftmals den Hörspaß trotz wieder cooler Ideen. So bleiben der Titel-Track und das doomigere „The Dead Hate The Living“ zwar positiv im Gedächtnis, können aber nicht langfristig hängen bleiben und die CD insgesamt in besseres Licht rücken. Lediglich „Putrid Human Goulash“ schafft es als richtig geiler Song hervor zu stechen und trotz schlechtem Drumcomputer richtig zu überzeugen!
Für einen Einstand als Solo-Projekt ist „Cannibal Holocaust“ nicht wirklich schlecht. Doch hier ist es genau das gleiche Problem wie mit Plastikpanzer: Es fehlt irgendwie noch etwas das organische, das gewisse Etwas, damit das Projekt sich noch weiter von der breiten Masse abheben kann.

Wer sich selber ein Bild von GORE OBSESSED machen will, kann sich „Cannibal Holocaust“ direkt von der „Band“-Homepage runterladen: http://truemetal.org/metalmagick/gore/index.html

[rating:3.5]

Infos:
Eigenproduktion – 2009
MP3 – 7 Lieder / 18:17 Min.