Mr Death – Detached From Life

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Mr Death - Detached From Life
Ehrlich, das ist das bitte für ein dämlicher Name? MR DEATH? Wobei dieser Name ist wieder so panne, dass er fast wieder cool ist! Was hingegen mal cool ist, ist das Artwork, was vorgaukelt, es würde sich um einen 70er-Jahre Trash-Horrerfilm handeln! Das ist – trotz üblicher Kapuzen-Zombie-Thematik, die spätestens seit „Scream Bloody Gore“ und „Leprosy“ ihre Höchstzeiten erreicht hatte – mal eine nette Idee!

Wenn man nun gemein wäre, könnte man aber ähnliche Ideenlosigkeit wie beim Bandnamen oder den Kapuzen-Onkels auch den Liedern auf „Detached From Life“ vorwerfen. Denn Neues gibt es bei Leibe nicht von den Stockholmern. Oldschool Death Metal von der ersten bis zur letzten Sekunde der guten halben Stunde Spielzeit. Doch warum muss man immer direkt annehmen, dass nur Neues unterhaltsam sein kann? Oder wer behauptet bitte, dass man nur mit Technik überzeugen kann? Okay, ich gebe es ja zu, normalerweise bin ich ja der Tech-Death-Fan. Doch hier ist Stumpf wirklich mal Trumpf! Die Songs brauchen aber auch kein übertriebenes Gewichse auf den Instrumenten, hier erschafft das Feeling einfach nur geile Songs zwischen Groove, Böllern und der Death Metal erforderlichen Portion Böse! Der Opener „Suffer“ geht direkt mal gut ab, das Album bekommt eine fette Steigerung mit „Evil Undisputed„, hält die Spannung bis „Muse Of Chaos„, um dann nochmals richtig mit „Misery’s Womb“ aufzudrehen und in „Death Vs. The Living Dead“ in’s Moshpit einzuladen.
Ja, das ist wohl der beste Verwendungszweck der Lieder: Live und zum Abmoshen! Doch auch abseits der (imaginären) Bühne (immerhin habe ich die Band noch nicht live gesehen und „Detached From Live“ ist das Debüt-Album der Truppe) funktioniert diese kurzweilige Unterhaltung so gut, dass ich eigentlich eine Empfehlung an jeden Oldschool-Lunatic aussprechen mag!

[rating:4.5]

Infos:
Agonia Records – 31.10.2009
CD – 11 Lieder / 31:31 Min.