Dark Age – Acedia

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Dark Age - Acedia
Was für ein hanebüchener Mumpitz einem doch immer wieder als Death Metal vorgesetzt wird! Wo bitte ist das Verständnis von Aggression, Dunkelheit, purer Wut und Extremität geblieben, wenn man seine Musik in eine Schublade steckt? Würdet ihr Linkin Park als „Death Metal“ verstehen? Oder Blink 182? Nein? Gut, das mache ich nämlich auch nicht, aber scheinbar die Typen, die mir „Acedia“ von DARK AGE als Death Metal vorgelegt haben!

Wenn ich mir „Neon Gardens“ oder „Snake Of Jane“ anhöre, kommt mir unweigerlich Linkin Park in den Kopf und „Babylon Riots“ könnte an einigen Stellen auch von den Pop-Punkern Blink 182 stammen. Auch ansonsten findet man deutlich mehr Bezüge zum Nu Metal auf „Acedia„, als zu hartem aber melodischen Todesstahl. Okay, einzelne Elemente gibt es, die sich aber auch erst in der zweiten Albumhälfte einschleichen und dann auch immer nur von kurzer Dauer sind, wie im „10 Steps To Nausea“ oder „Halo Meridian„. Aber zu schnell wird wieder Gas und Aggression aus dem Song genommen und man findet sich wieder in einem Part mit Sprechgesang, nervigen Keyboards oder laschen Gitarren. Ein wenig sticht „Zeitgeist“ zwischen dem nervigen Pop-Rock-Passagen mit annehmbaren Rob Zombie Vibe heraus und als bestes Stück der Platte hat sich schnell der Opener „Kingdom Nevercome“ herausgestellt.

So versiert DARK AGE auch handwerklich vorgehen und ihre Songs im Gesamtbild homogen wirken lassen, so sehr langweilen sie mich auch mit kraftlosen Riffs und langweiligen Ideen. Gut, dass die Band bisher an mir vorüber gegangen ist, nach dem Hören des mittlerweile 6. Albums wünschte ich mir, dass ich auch weiterhin nichts von dieser Band wüsste!

Wer wirklich kraftvollen, melodischen Death Metal aus Deutschland haben will, der ist wesentlich besser bei Soul Demise oder My Cold Embrace aufgehoben!

[rating:0.5]

Infos:
AFM – 13.11.2009
CD – 11 Lieder / 43:53 Min.