Pestilential Shadows – In Memoriam, Ill Omen

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Pestilential Shadows - In Memoriam, Ill Omen
Nordische Kälte und Depression aus dem eigentlich sonnigen Down Under. Mit 3/5 Mitgliedern aus den wohl bekannteren Nazxul haben sich PESTILENTIAL SHADOWS gänzlich dem depressiv suicide Black Metal verschrieben und legen deutliches Augenmerk auf die melancholische und verzweifelte Seite der Musik, ohne dabei in misanthropische oder nihilistische Extrema auszubrechen. Vielmehr ist wirklich tonnenschwere Melancholie in den klirrenden Gitarren und dünnen Drums versteckt, tief zwischen äußerst eingängigen Melodien. An obligatorischen Teilen kommen die Australier zwar nicht vorbei, dafür erschafft man in der Album-Mitte sehr gute Lieder mit „Of Loss And Suffering Inherit“ oder „For Man And Heaven’s Ruin„, das schon fast epische Ausmaße annehmen will.
Und so schnell hat man eigentlich auch schon die Grundzüge von „In Memoriam, Ill Omen“ umschrieben. Depressive, verzweifelte Musik ohne viel Tiefgang, hasserfüllte Raserei und epische Auswüchse. Auch wenn manche Songs die 5 Minuten Marke überschreiten und knapp unter 8 Minuten bleiben, ist hier eher kurzweilige Unterhaltung mit vielen Melodien geboten.
Zwar ist das Album kein Meilenstein im Black Metal 2009, aber hat auf Grund seiner vielen guten Momente dennoch eine Daseinsberechtigung im schwarzen Wurzelwerk dieser Stilistik.
Auch wenn es mich etwas wundert, dass diese Scheibe über Pulverise Records erscheint, so kann ich sie doch jedem empfehlen, der es traurig, depressiv und melancholisch braucht, aber neben anfänglicher Verzweiflung auch ein paar griffige, verträumte Melodien will.

[rating:4]

Infos:
Pulverised Records – 02.10.2009
CD – 8 Lieder / 44:16 Min.