My Own Grave – Necrology

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My Own Grave - Necrology
Pulverised Records sind wieder zurück! Nachdem sie mit den letzten Releases eher großen Mumpitz unters Volk gehauen haben – man erinnere sich an The Few Against Many, Bone Gnawer, Sanctification oder Vanmakt – kommt mit „Necrology“ ein verdammt starkes oldschool Death Metal-Brett in gewohnter Qualität vom Label aus Singapur! MY OWN GRAVE kann man stilistisch zwar wunderbar in das Label-Konzept des oldschool swedish Death Metal stopfen, wo sich die Truppe sicherlich auch direkt heimisch fühlen wird. Doch einige Elemente aus dem amerikanischen Umfeld und ein paar schwarzmetallische Riffs lassen sich nicht leugnen. Und gerade diese dezenten Einflüsse machen „Necrology“ zu einem sehr interessanten Cocktail, der Bone Gnawer oder die letzte CD von Blood Red Throne alt aussehen lässt und sich vor Vergleichen zu Bloodbath auch nicht verstecken muss!

Fixe, brutale Blast-Passagen treffen eigentlich immer auf verdammt geniale, stellenweise auf Zweistimmigkeit ausgelegte Gitarrenriffs und konsequent geilen, wenn auch sehr eingeschränkten Gesang. Doch wer will schon Abwechslung, wenn einem der Schädel mit dem brutalen Organ von Mikael Aronsson (Depraved, Cavevomit) gespalten wird? Dafür erschaffen MY OWN GRAVE genügend Abwechslung innerhalb der Songs, die von punkig bis brutal sehr flexibel pendeln und sowohl in Midtempo fett stampfen, wie auch bei den Blastbeats einfach nur Köpfe abschrauben werden. Geschickte Hooklines mit hohem Wiedererkennungswert und eingängige, wenngleich stellenweise auch ziemlich simple Refrains fressen sich direkt ins Gehör und Gehirn und verankern die Band dort. Das Titelstück, „Exhumed To Be Burried„, „Ages Of Torment“ oder „Incineration“ sind absolute Hits, die alleine schon den Kauf von „Necrology“ rechtfertigen würden. Doch die anderen Songs sind so gut, dass das Album auf einem amtlichen Niveau über Durchschnitt auf der Schwemme an Releases reiten kann!

Wer sich annähernd mit einer der oben genannten Bands anfreunden kann, sollte dem brutalen und eingängigem Brett alter Todesbleikunst wirklich ein Ohr schenken. Ihr werdet es nicht bereuen. Ich verzeihe dank „NecrologyPulverised Records sogar die letzten Fehltritte (;

[rating:4.5]

Infos:
Pulverised Records – 18.09.2009
CD – 11 Lieder / 35:43 Min.