Moonfog – Ordinary Misanthropic & Repulsive Anthemes

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Moonfog - Ordinary Misanthropic And Repulsive Anthemes
Wie schon bei meinem ersten Kontakt mit MOONFOG erwähnt: Ein Bandname kann täuschen! Auch wenn MOONFOG eher nach einer post-romantischen Black Metal Band klingt, gibt es hier ordentlich brutalen Death Metal um die Ohren. Und auch wenn das Kindergarten/Ostblock-Cover der slowakischen Böllertruppe eher auf ein billiges Rumänen-Dupliklat (Hallo Herr Rüttgers!) von Cannibal Corpse schließen lässt, so kann ich deutlich beruhigen: Hier geht es modern, innovativ und richtig brutal zur Sache!
Mit „Ordinary Misanthropic & Repulsive Anthemes“ haben sich MOONFOG deutlich von dem 2005er „Slaughter Of The Fatstock“ weiterentwickelt (das Album dazwischen, „Cadaveric Changes„, kenne ich nicht) und haben dem ohnehin schon brutalen, tschechisch orientieren Death Metal noch die Fassette des Slam Death Metals hinzugefügt. Bei manch anderen Bands hätte das vor ein paar Jahren noch nach Trendhascherei geklungen. Doch MOONFOG leben ihre Vorstellung von äußerst brutalem Death Metal ziemlich authentisch und mitreißend!

Verschiedene verrückte Ideen und Harmonics klingen von der Innovation leicht nach Fleshless, derweil der Rest wie ein wilder Bastard aus tschechischem Todesstahl und Devourment und Despondency klingt. Wo das norddeutsche Aushängeschild in Sachen derben Slam Death Metal aber komplett eine gnadenlose Tötungsmaschine ist, sind MOONFOG etwas menschlicher, man könnte sagen: Ein Tötungs-Cyborg! Die Growls sind nicht so ultra-extrem und variabler, besonders, wenn Schreie den Frognoise durchbrechen und auflockern. Ähnlich geht es in den Songstrukturen und Riffs zur Sache, die wesentlich organischer, aber nicht minder brutal aus den Boxen brettern!
Und auch vor Grind-ähnlichen Grooves als Element schreckt man nicht zurück, man geht sogar soweit und wagt mit „Milk Vomiting“ eine pure Grindcore-Nummer.
So wird „Ordinary Misanthropic & Repulsive Anthemes“ ein richtiger Leckerbissen für die Fans von härterem Death Metal, der mit grandiosen und eigenständigen Hits wie „Leprosarium„, „Massive Sterility„, „Use Me For Torments“ oder „Dacryhaemorrhea“ aufwarten kann und alle Bedürfnisse erfüllt: Hyperblasts, fette Grooves, ordentlich Brutalität und wagemutige Ideen. Definitiv eines der besten Alben dieses Jahr!

[rating:5.5]

Infos:
RTM Productions / Darzamadicus – 2009
CD – 11 Lieder / 33:37 Min.