Hod – Serpent

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Hod - Serpent
Guter oldschool Black/Death Metal muss aus Schweden kommen? Und dann wird er auch nur richtig von den Bands gespielt, die schon vor 20 Jahren ihren Stiefel gefahren haben? War Necrophobics „Death To All“ wirklich das Genre-Highlight 2009? Alles fragen, die ich getrost mit „NEIN!“ beantworten kann! Besonders, nachdem ich „Serpents“ von HOD gehört habe!
Die texanische Band wurden zwar erst 2006 gegründet und legen nun gerade mal ihr Debüt auf Ibex Moon hin, doch tropft das Teil nur so von infernalischer schwärze, dass ich Angst haben muss, mein CD-Regal könnte die Farbe wechseln!

Trotz deutlicher Oldschool-Attitüde schaffen es HOD interessante neue Wendungen in ihre Lieder einzubauen, dass auch 6-Minuten-Brecher wie „Victims“ oder „Gods Of Darkness And Winter“ zu keiner Sekunde langweilig werden und den nötigen Aha-Effekt mitbringen, damit sich die Band vom Mittelfeld abheben kann! Gerade „God Of Darkness And Winter“ besticht mit sehr kalten Riffs, fettem Midtempo-Part und unglaublich infernalischen Melodien. Doch auch fast chaotische Blastpassagen und richtig böse Teile fehlen hier so wenig, wie auf dem Rest der CD, nur schlägt hier der sonst eher knarzige Gesang in deutlich tieferen Growls nieder!
Nine Days“ breitet einen dichten Klangteppich aus Gitarren aus, die eine deutliche Black Metal-Schlagseite zeigen, die man ebenso im Opener und „Black Rites“ deutlich vernehmen kann. Doch hier finden sich auch deutliche Bezüge zu Immolation und in „Serpent Of The Nightmare Empire“ hört man ganz deutlich Morbid Angel raus! Lediglich das eher thrashige „Demoralizer“ gefällt mir nicht so sonderlich. Insgesamt ist dieses kleine Stück infernalischer Tonkunst aber definitiv die CD der Wahl für die nächste Schwarze Messe! Sorry nochmals Necrophobic, aber HOD haben eindeutig den besseren Job abgeliefert!

[rating:4.5]

Infos:
Ibex Moon – 13.10.2009
CD – 7 Lieder / 36:47 Min.