Gorgoroth – Quantos Possunt Ad Satanitatem Trahunt

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Gorgoroth - Quantos Possunt ad Satanitatem Trahunt
GORGOROTH? Das war doch die Band, die in letzter Zeit eher wegen dem Rechtstreit zwischen den aktuellen und Gründungs-Mitgliedern um den Namen für Presse gesorgt hat, oder? Schlussendlich sollte dies aber eigentlich irrelevant für eine Kritik sein, denn hier geht es um das eigentliche, um die Musik auf der aktuellen Veröffentlichung!
Und da bietet „Quantos Possunt ad Satanitatem Trahunt“ dem hörer doch einige nette Momente! Sei es im schleppend langsamen, tief melancholischen „Prayer„, dem wesentlich härteren und schnelleren „Cleansing Fire„, das mit düsteren und coolen Riffs ordentlich aus den Boxen brettert oder dem fetten Blastpart in „Building A Man„. Lediglich der eher durchschnittliche Opener „Aneuthanasia“ fällt deutlich aus dem Rahmen und „Satan-Prometheus“ droht zu beginn auch ziemlich vorrausschaubar zu sein, bis sich klarer Gesang in das Lied einschleicht. Doch leider verliert sich der Song im späteren Verlauf auch etwas, so dass die guten, zweistimmigen Melodien fast aus dem Gedächtnis geraden.
Auch wenn der Großteil der Lieder auf „QPAST“ an sich richtig gut ist und in düster-melancholischer Atmosphäre nette, bitter-schöne Momente erzeugen kann, fehlt es dem achten Full-Length von GORGOROTH doch etwas an herausragenden Hits und richtig bösen Stellen. So ist das Album mit dem Logopäden-unfreundlichen Namen zwar immer noch wesentlich besser, als Marduks Rohrkrepierer „Wormwood„, kommt aber nicht an die exzellenten und intensiven Konkurrenzprodukte aus dem Underground (z.B. Vulvark, Way To End, The Black) heran.

[rating:3.5]

Infos:
Regain Records – 21.10.2009
CD – 9 Lieder / 34:48 Min.