Vulvark – Vulvark

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Vulvark - Vulvark
Über das kleine Label aus dem Nachbarort kommt ein unglaublich finsteres Album auf den Markt: Ván Records veröffentlichen das selbstbetitetelte Debütalbum von VULVARK, die hasserfüllt weit über die Grenzen von gewöhnlichem Black Metal hinausgehen. Selbst bezeichnet das Ein-Mann-Projekt seine Musik als „Nihilistic Black Metal“, doch schlussendlich ist es egal, ob man nun eine eigene Schublade erfindet, oder versucht VULVARK in den Depressiv Suicide Black Metal zu pressen. Das Ergebnis ist so vielschichtig und hält als einzig konsequentes Element einen tiefen Hass auf alles Leben und totale, depressive Verzweiflung am Sinn allen Seins. Ob relativ minimalistisch wie in „Imperial Harvest Of Ecstasy„, vergleichsweise traditionsbewusst wie in „In The Centre Of The Black Hall“ oder doomig schleppend wie im abschließenden „For Us To Seek„, alle Mittel sind Nihilaz recht, um seinen tiefschwarzen Gefühlen Ausdruck zu verleihen. Dabei fließen viele atmosphärische Elemente zwischen den eigentlichen Liedern mit ein, wie auch die beinahe komplett instrumental-gehaltenen „Hailing Deconstruction“ oder „Detrevni Kalb Slleb„, die zur apokalyptischen Grundstimmung des Albums beitragen. Mit den fast schon progressiven Liedern „Lay Down and Die, Goodbye„, „Lost In The Maelstrom“ oder „In The Centre Of The Black Hall“ schafft der Mann im Alleingang sehr starke, abgrundtiefe Songs, passend zur dunklen Jahreszeit für alle Hasser von Weihnachtsmarkt und Glühwein-Touristik ihren Soundtrack zum Verachten der Menschheit. Für Freunde der schönen Künste ist „Vulvark“ aber absolut nichts. Hier ist absolut nichts schönes zu finden. Doch das ist auch gut so!

[rating:5]

Infos:
Ván Records – 10.06.09
CD/limitiertes Digipak – 8 Lieder / 66:08 Min.