The Few Against Many – Sot

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The Few Against Many - Sot
Habe ich mich wirklich vor einiger Zeit darüber beschwert, dass Pulverised Records vom gewohntem Kurs abgekommen sind, und neben oldschool Schwedentod auch Black Metal auf ihrem Verteiler haben? Nun, dabei sehe ich noch einen gewissen Zusammenhang, wenn man oldschool Metal der skandinavischen Machart und Herkunft auf einem Label hat. Doch mit dem neuen Pferd im Stall bin ich wirklich überrascht: THE FEW AGAINST MANY kommen zwar auch aus Schweden, aber mit oldschool hat die Name-Dropping-Truppe gar nichts zu tun. Dafür spielen wieder tausend alte Bekannte mit, die ihr tausend-und-einstes-Projekt hier debütieren müssen: Pär Johansson (Satariel), Patrik Gardberg (Torchbearer), Jani Stefanovic (Miseration), Anders Edlund (Incapacity) und zu guter Letzt noch Christian Älvestam (Scar Symmetry). Doch alleine ein tolles Line-Up aus bekannten Musikern rettet bekanntlich weder den Planeten, noch ein Album. Da hilft auch der Einsatz von Captain Future-mäßigen Keyboards nichts, sondern macht „Sot“ für den hartgeSOTtenen Metaller nur unverträglicher. Spacige Passagen mit futuristischem Sound, Cradle Of Filth-ähnliche Klimpereien, moderne Stakkatos, Langeweile und Ideenlosigkeit am laufendem Meter. Okay, einen Schritt zurück, „Blod“ hat ein paar nette Ideen und kann sogar an manchen Stellen – aber nicht allen!! – mit den Keyboards überzeugen. Der Song wird aber in Anbetracht der restlichen Stinker einfach aus der Bewertung genommen, und dann rettet auch das passable „One With The Shadows“ nicht mehr diesen klumpen uninspiriertem Pseudo-Prog-„Krieg-Der-Welten“-Gulasch.

Kinders, lasst euch nicht von den paar Blastbeats und stellenweise thrashenden Gitarren täuschen. Auch das bisschen Grunzen macht noch lange keinen richtigen Death Metal. Hier ist wirklich höchstens was für die Leute zu holen, denen Nightwish zu langsam und nicht böse genug sind.

[rating:1]

Infos:
Pulverised Records / 18.09.2009
CD – 8 Lieder / 36:05