Savage Messiah – Insurrection Rising

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Savage Messiah - Insurrection Rising
Mit SAVAGE MESSIAH haben sich Candlelight Records eine weitere, frische Band auf dem oldschool Thrash Metal-Trip ins Boot geholt. „Insurrection Rising“ ist dabei nicht nur der Labeleinstand, sondern auch das erste Full-Length der Briten, die wohl etwas zu viel Megadeth und populären Heavy Metal in den 80ern gehört haben!

Und da liegt schon der Knackpunkt: Auch wenn viele Stellen auf dem Debüt-Album ordentlich nach Dave Mustaine klingen, sowohl im Riffing, Soli und stellenweise auch Gesang, und so sehr auch an manchen Stellen die herrliche Atmosphäre von Megadeth erzeugt werden kann, so sehr verfällt man an anderen Stellen auch in heillose Banalität. Da helfen einige moderne Stakkatos in „Corruption X“ oder die abwechslungsreichen Ideen in „Silent Empire“ nicht mehr viel, die Songs sind einfach nur langweilig und heute zu Hauf ersetzbar. Sicherlich können SAVAGE MESSIAH aber anders, wie sie eindrucksvoll im Glanzstück der Platte, „Enemy Vision (Dehumanization)“ beweisen: Schnell, auf die Fresse mit ordentlich Thrash und reitenden Gitarren. Top! Doch ein Song alleine macht kein gutes Album, und wo die Songs zwar stellenweise über durchschnittliches Niveau wachsen, wie in „Vigil The Navigator“ oder „The Serpent Tongue Of Divinity„, so schnell macht der Gesang auch alles wieder kaputt. Über den halb-klaren Gesang kann man mit Sicherheit streiten, bei Mustaine funktioniert das auch wunderbar. Doch so über-weinerliche Ausfälle wie in „Silent Empire“ verschrecken eher den geneigten Thrasher. Und der übertriebene Einsatz der Kopfstimme nervt mich einfach nur ultra schnell und lässt mich eher an diverse Hair Metal Bands aus den Achtzigern denken.

Vereinzelte nette Ideen gehen hier leider in durchschnittlichen Lieder unter. Und der Gesang disqualifiziert die Band zusätzlich an einigen Stellen, wenn der geneigte Thrasher ordentlich Härte sucht. So bleibt – auf Grund der wenigen guten Lieder noch aufgewertet – ein eher durchschnittliches Album, das niemandem Weh tut. Wenn man es nicht in der Sammlung hat, tut es am wenigsten Weh…

[rating:3]

Infos:
Candlelight Records – 07.09.2009
CD – 9 Lieder / 43:26 Min.