Ultimo Mondo Cannibale – Pornokult

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Ultimo Mondo Cannibale - Pornokult
Geneigter Filmfreund von Kannibalen- und Abenteuer-Geschichten dürfte bei ULTIMO MONDO CANNIBALE an den in Deutschland „Mondo Cannibale 2“ benannten denken. Doch der geneigte Porn- und Goregrind-Fan darf an dieser Stelle an die italienische Band denken, die 2008 ihr Debüt-Album „Pornokult“ über Rotten Roll Rex rausgebracht haben.

Und gerade die Freunde der blut- und sperma-triefenden Grind-Variante dürften großen Gefallen an dem Kannibalen-Trio finden! Die Vocals werden größtenteils durch einen Harmonizer gequetscht, aber auch schon mal reingebrüllt, und meist groovt sich „Pornokult“ durchs punkige Midtempo. An manchen Stellen werden schon mal etwas dunklere, bösere Riffs eingestreut, was besonders gegen Ende des Albums für etwas Abwechslung sorgt. Leider verliert das Material viel des Charmes in den holprigen Ufta-Ufta und Blastteilen. Gerade letztere klingen zu moderat und gezwungen und lassen leider nicht wirklich Aggression oder Wut aus dem Lied klingen. Der mehr als dürftige Sound dürfte bei vielen Leuten dann das übrige dazu beitragen, dass sie mit der ersten Full-Length von ULTIMO MONDO CANNIBALE nicht warm werden können.
Doch die eigentliche Klientel benennt die Band quasi selber durch die Cover-Versionen auf dem Album: „Anal Sushi“ von Gut und „Boneyard“ sowie „Dis-Organ-Ized“ von Impetigo. Und Fans von diesen Bands werden sicherlich Gefallen an den Songs, dem Sound und der Scheibe im Allgemeinen finden!

Doch bekanntlich ist dieser stumpfe Spaß nicht Jedermann’s Sache und dürfte entsprechend für viele nur kurzzeitig unterhaltsam sein. Daher gibt es als allgemeingültige Wertung ein knapp über Durchschnittlich und nur für Rumpelfans eine Empfehlung.

[rating:3.5]

Infos:
Rotten Roll Rex – 2008
CD – 12 Lieder / 26:25 Min.