Man Must Die – No Tolerance For Imperfection

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Man Must Die - No Tolerance For Imperfection
Bereits der Bandname sagt eigentlich alles: Interesse an Gefangenen hat die Truppe aus Glasgow definitiv nicht! MAN MUST DIE schießen definitiv um zu töten und das mit 11 Songs auf dem mittlerweile dritten Album der Band.

Dabei profitiert „No Tolerance For Imperfection“ von einem druckvollen, wenngleich auch etwas (!) sterilem Sound und außerordentlich fetten Riffs. Wenn hier Breakdowns in die Songs kommen, dann sind diese total nicht Metalcore oder sonst wie prollig, sondern einfach fett, brutal und super angepisst. Ja, an dieser Stelle möchte ich beinahe behaupten, dass ich noch nie so angenehme Stakkatos und Breakdowns gehört habe, wie im Titel-Track oder „Kill It, Skin It, Wear It„. Und trotz aller modernen Elemente ist MAN MUST DIE keine doofe Trendficker-Kapelle. Die Musik klingt hart, brutal und 100% aufrichtig und ist dabei sehr eigenständig. Fette Riffs, sehr coole Melodien, geschickte Breaks und ordentlich Aggression verwandeln die meisten Songs auf der Scheibe in potentielle Hits.
Die meisten Lieder sind trotz Brutalität ziemlich griffig und haben einen hohen Wiedererkennungswert, ich möchte beinahe sagen: Ohrwurmcharakter! Mit der richtigen Vermarktung dürfte „No Tolerance For Imperfection“ auch einer breiteren Masse gefallen, ohne dabei den Aufkleber Pop-Death Metal zu bekommen!
Doch leider finde ich die Spielzeit von gut 50 Minuten etwas übertrieben. Gegen Ende der CD stellen sich beim Hörer leichte Ermüdungserscheinungen ein, das Instrumentale „What I Can’t Take Back“ will nicht so recht in das Konzept passen. Und auch der Down-Tempo-Part in „How The Mighty Have Fallen“ wird nach der Gesamtspielzeit der CD eher ermüdend bis nervend, genau wie der dichte Klangteppich von „Survival Of The Sickest„. Dabei haben MAN MUST DIE eigentlich auch langsame Songs drauf, wie sie eindrucksvoll in der Dampfwalze „It Comes In Three“ beweisen. Schade, insgesamt wäre weniger wohl mehr gewesen!

Doch dadurch, dass die vordere Hälfte der CD fast ausschließlich aus Hits besteht, kann ich immer noch einen volle Empfehlung für jeden Aussprechen, der modernen, eigenständigen Death Metal sucht, der sich nicht an irgendwelche Trends anbiedert!

[rating:4.5]

Infos:
Relapse Records – 04.08.2009
CD – 11 Lieder / 50:28 Min.