Haemorrhage – Dead – Split-CD

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Haemorrhage - Dead - split-CD
Erst vor kurzem hat mir Danny von DEAD im Interview den Tipp gegeben, dass ich doch mal in die Split-CD mit HAEMORRHAGE reinhören solle. Und dank Rotten Roll Rex habe ich nun die Gelegenheit dies zu tun! Beide Bands sollten eigentlich im Grind-Sektor keine unbekannten sein, beide Bands gelten nicht umsonst als wichtige Ikonen des Porn- und Goregrinds.
Darum direkt zur Sache, mit gerade mal 24 Minuten Laufzeit bietet die Split selber auch nicht gerade viel Zeit für Ausschweifungen!

Darum beginnen HAEMORRHAGE auch direkt ohne Umschweife nach einem kurzen Discoabend-Intro mit dem, wofür wir sie kennen und lieben! Dabei ist „Chainsaw Necrotomy“ noch vergleichsweise rockig gehalten, auch wenn die pathologentypischen Elemente deutlich den HAEMORRHAGE-Stempel auf den Song drücken. Wesentlich mehr Mosh-Faktor und Groove gibt es dann ab „Preventice Disembowlment“ und „Hypochondriac„!
Als ich HAEMORRHAGE auf dem Obscene Extreme live gesehen habe, gab es folgende, wunderbare Ansage: „Are there pathologists out there? One, two, three, one million pathologists in Czech Republic!!“ – gefolgt vom Hit „I’m A Pathologist„. Doch nun ist die Stunde der Wahrheit und der entsprechende Nachfolger wie Gegenstück ist endlich da: „You’re Not A Pathologist“ ist ein richtiger Hit und die legitime Nachfolge des genannten Ohrwurms!
Zum Abschluss der Split-Seite der Spanier gibt es noch ein obligatorisches Cover, dass mal wieder in rotzig-punkiger Version umgesetzt wurde: „Ausgebombt“ von Sodom. Auch saugeil, fast noch rotziger, als das Original!
Die ersten guten 12 Minuten der CD sind hervorragend und durch die letzten drei Hammer-Songs besitzt das Teil definitive Daseinsberechtigung in der HAEMORRHAGE-Sammlung.

[rating:4.5]

Im Interview hat mir Danny versprochen, dass die Songs von der Split-CD mit den Hobby-Pathologen genau so auf die Fresse knallt, wie die letzte CD „In The Bondage Of Vice„. Doch dies kann ich nur stellenweise bezeugen. Zugegeben, die Songs gehen auch ordentlich voran, und bewegen sich meist im Uptempo. Doch richtig Spaß macht erst „Sex & Destruction„, das richtig fett groovt und direkt im Gehör kleben bleibt! Die anderen Songs sind aber nicht schlecht, nur eben nicht auf dem hohen Niveau, was man nach der letzten Full-Length erwartet – soweit man bei groovigem Porngrind von Niveau sprechen kann…
Doch ich denke, gerade die Fans von DEAD werden auf der Split-Hälfte voll auf ihre Kosten kommen und sich zumindest an dem geilen Intro von „Pipecleaner“ erfreuen! Ich denke, das Teil wird ganz prollig mein neuer Klingelton auf dem Mobiltelefon, haha!

[rating:4]

Auch wenn ich denke, dass diese CD bei den Fans der beiden Bands eh schon im Regal steht, und mit hoher Wahrscheinlichkeit auch bei anderen Genre-Fans, kann ich an dieser Stelle dennoch meine Empfehlung aussprechen! Kurzweilige Unterhaltung im Gore- und Porn-Bereich, ohne dabei zu sehr auf den typischen Klischees rum zureiten und auch mal den Groove walten zu lassen!

Infos:
Rotten Roll Rex – 2008
CD – 10 Lieder / 24:29 Min.