Ramming Speed – Brainwreck

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Ramming Speed - Brainwreck
So schnell kann es gehen! Erst vor knapp einem Monat waren RAMMING SPEED hier im Autonomen Zentrum in Aachen – ich hatte leider keine Zeit sie mir anzuschauen – und kurze Zeit später veröffentlicht Candlelight Records das Debüt-Album der Band wieder. Ursprünglich über Teenage Disco Bloodbath Records erschienen, kommt das Teil am 03.08. für eine breitere Masse auf den Markt.
Doch so breit wird die Masse, die sich für „Brainwreck“ interessiert, wohl doch nicht sein. Sicherlich ist oldschool Thrash Metal momentan wieder ein richtiger Trend, aber RAMMING SPEED fahren einen anderen Ansatz als beispielsweise Warbringer oder Bonded By Blood. Das bostoner Quartett spielt eine deutlich Punk und Hardcore beeinflusse Variante des Thrash Metals, der hier und dort Vergleiche nach New York erlaubt. Besonders wenn in den Refrains die Gangshouts einsetzten.
Da die Band scheinbar lustig die Musik spielt, die ihr wirklich Spaß macht, wundert es auch nicht, wenn „Arrested Development“ (benannt nach der Serie?) oder „Shane Embury is the Brad Pit Of Grindcore“ (geilster Songtitel ever!!) mal ordentlich Grindcore samt Blastbeats in die Songs böllert, „Heavy Metal Thunder“ eine Hommage an Saxon in High Speed ist oder „All in All“ dreist von „Seasons In The Abyss“ klaut.

Essentiell ist „Brainwreck“ wie ein dritter Hoden. Dennoch macht die Musik einfach Spaß, genau wie SSS, Municipal Waste oder Metallica zu Zeiten von „Kill ‚em All“ einfach nur Party gemacht haben. Und besonders live dürften RAMMING SPEED ordentlich Gaudi im Moshpit veranstalten. Schade, dass ich die Band hier im AZ verpasst habe! Wer auf simplen, aber effektiven Punk/Hardcore/Thrash Metal steht, sollte mit Rammgeschwindigkeit gen Boston heizen!

[rating:4]

Infos:
Candlelight Records – 03.08.2009
CD – 13 Lieder / 29:57 Min