Darkest Hour – The Eternal Return

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Darkest Hour - The Eternal Return
Genre-Grenzen können den geneigten Musik-Freund schon massiv einschränken. Viele Leute lesen die Aufschrift „Metalcore“ und sortieren eine CD oder Band schnell in die Kategorie „gefällt mir nicht“, ohne sich näher mit der Materie zu beschäftigen. Zugegeben, diese Stilistik verführt durch viele Stereotype dazu, dass man vorschnell urteilt. Doch oftmals wird man mit positiver Überraschung belohnt, wenn man etwas Offenheit zeigt.

So ist es mir mit „The Eternal Return“ ergangen. DARKEST HOUR orientieren sich musikalisch nämlich sehr stark am melodischen Death Metal und lassen mich stellenweise schon hier und dort die mal mehr und mal weniger deutlichen Metalcore-Teile überhören. Dabei sind die ganz großen Vorbilder auf der mittlerweile achten CD der Washingtoner eindeutig Dark Tranquillity und in einigen Songs hörbar Arch Enemy. Ohne Keyboards erschafft die Metalcore-Truppe alleine mit mehreren Gitarren-Stimmen ähnliche Atmosphäre und Klangteppiche, wie Dark Tranquillity, erreichen aber niemals die Intensität und Härte der Ikonen.
Generell liegt da vielleicht schon der größte Schwachpunkt von „The Eternal Return„: Das Album ist irgendwie zu glatt und hat zu wenig Kanten, an denen man sich stoßen kann. Da retten die paar Blastbeats in „Bitter“ ebenso wenig dran, wie die Tatsache, dass man sich hauptsächlich im Uptempo durch die Songs bolzt. Es fehlt irgendwie die nötige Härte, um das Teil richtig interessant zu machen.
Dennoch haben DARKEST HOUR ein paar gute und interessante Riffs am Start und verzichten auf nervige Breakdowns und Stakkatos, was die CD für den Metaller genau so erträglich macht, wie der Umstand, dass der Gesang immer angenehm raus gebrüllt wird, und niemals in kitischig-klares Geträller verfällt.

Wer offen für guten Metalcore ist, und ein leichtes Album für zwischendurch verträgt, ist hier sicherlich gut bedient. Wer es intensiver und härter braucht, ist mit den großen Götheburg-Originalen dennoch besser bedient. Schlecht ist „The Eternal Return“ aber dennoch nicht.

[rating:4]

Infos:
Victory Records – 26.06.2009
CD – 10 Lieder / 34:56 Min.