Bleed From Within – Humanity

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Bleed From Within - Humantiy
Ich finde es super, wenn jungen Musikern und Bands eine Plattform geboten wird. In Zeiten, wo sich viele Labels auf altbekannte Flagschiffe verlassen, und oftmals den Nachwuchs vernachlässigen, überrascht Rising Records nach den Jungspunden TRIGGER THE BLOODSHED nun mit dem Debütalbum von BLEED FROM WITHIN. Doch anders als das brutale Schnellfeuergewehr TRIGGER THE BLOODSHED überzeugt das 2005 gegründete Quintett aus Glasgow mit Abwechslungsreichtum.

Doch stopp, neu ist das Material auf „Humanity“ weiß Gott nicht! Es gibt zwar modernen, melodischen Death Metal mit vereinzelten Breakdowns aus dem Metalcore, schlussendlich kann man aber BLEED FROM WITHIN aber auch plump vorwerfen, sie wären ein The Black Dahlia Murder-Rip Off. Aber warum soll man direkt böswillig alles schlechtsprechen? Durch die winzigen eigenen Ideen mit den Breakdowns erschafft sich der Nachwuchs doch eine gewisse Eigenständigkeit und Daseinsberechtigung. Insgesamt sind die Metalcore-Elemente nämlich ziemlich dezent und nerven nur in „Monster“ ein wenig. Ansonsten geht es wie bei den großen Vorbildern auch ziemlich zackig und abwechslungsreich durch die Lieder. Uptempo, Midtempo und Blastbeats wechseln sich angenehm häufig ab und auch der obligatorische Wechsel zwischen fiesen Schreien und Growls darf hier nicht fehlen.
Doch so sehr sich BLEED FROM WITHIN auch offensichtlich bei TBDM bedienen, so sehr merkt man aber auch, dass die Jungs Spaß an dieser Form des Death Metals haben! „The Fall Of Man„, „A Killer Is Born„, „Everlasting“ oder „Save Your Prayers“ sind sehr gute, vielschichtige Lieder, die sowohl im Gedächtnis kleben bleiben, wie zum Kofpschütteln animieren. Auch wenn die Nachwuchs-Dahlien nicht die Verspieltheit und Innovation der Idole erreicht, überzeugen die geradlinigen, dennoch nicht minder technischen und sehr coolen Riffs auf Anhieb! Mit „Servants Of Divinity“ erschaffen sie damit den besten und wohl prägnantesten Song auf „Humanity„, der es auch zur Video-Auskopplung geschafft hat.

Trotz aller Plagiaterie und noch ausbaufähigen Songs ist „Humanity“ ein gutes, kurzweiliges Album geworden. Etwas mehr Verspieltheit in den Riffs und Leads und noch etwas geschickter die Beatdowns verstecken, dann könnten BLEED FROM WITHIN in einer Liga mit ihren Vorbildern spielen. Aber für ein Debütalbum gibt es mehr als nur einen Achtungsapplaus von meiner Seite und eine Empfehlung an jeden, der auf modernen, melodischen Death Metal mit leichtem Thrash-Schlag steht!

[rating:4.5]

Infos:
Rising Records – 27.07.2009
CD – 11 Lieder / 35:31 Min.