Sanctification – Black Reign

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Es ist nicht alles Gold was glänzt. Und so ist leider auch das Label Pulverised Records zwar oftmals ein Indikator für Qualiltät, schützt dennoch nicht vor kleinen Ausfällen. In diesem Fall sind die Schweden SANCTIFICATION weit unter dem gewohnten Niveau des Labels aus Singapur. Technisch haben die Jungs sicher was drauf, „versagen“ aber leider im Songwriting.

Alle Lieder auf dem Zweitwerk „Black Reign“ funktionieren nach ähnlichem Schema: Schrammelnde Achtel-Gitarren in einem dicken Midtempo-Part, hier und dort leichte Ausbrecher in’s Blasttempo, um dann wieder ins den Midtempo zurückzufallen. Fast jeder der neun Songs ist vorhersehbar und austauschbar. Lediglich „Raw“ besticht mit seinem rohen Groove und die infernalischen Tröten in „Storm“ machen etwas Spaß. Da nützt es auch nicht, wenn man immer wieder auf die Gast-Vocals von Peter „ich mache jeden Scheiß mit“ Tägtgren und Cunnilingus Magnus von Dark Funeral hinweist, oder dass die CD bei Tommy Tägtgren aufgenommen und von Dan Swanö gemastert wurde.
Auch wenn diese Konstellationen die Vermutung erlauben, klingt „Black Reign“ aber nicht wirklich typisch schwedisch. Eher höre ich viele Parallelen zu den Midtempo-Passagen von Cannibal Corpse, und ebenso viele Gesangslinien erinnern mich stark an Corpsegrinder Fisher. Leider erreicht SANCTIFICATION aber nicht die Variation und Energie der Florida Kannibalen.

Kurzum: „Black Reign“ ist ein langweiliges und belangloses Midtempo Death Metal Album. Technisch sicherlich ordentlich eingezimmert, aber sonst austauschbar wie ein paar Socken. Aber angeblich soll es auch Leute geben, die auf so etwas total abfahren…

[rating:2]

Infos:
Pulverised Records – 12.05.2009
CD – 9 Lieder / 30:31 Min.