Graves Of Valor – Salarian Gate

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Nachdem in letzter Zeit lauter CDs auf der Oldschool-Welle auf den Markt gekommen sind, ist es für mich richtig erfrischend, mal wieder eine modern orientierte Death Metal Scheibe zu hören! Dieses Mal liefern uns die Jungspunde GRAVES OF VALOR ihr Debütalbum auf Relapse Records ab. Zu drei fünfteln Besteht die Truppe aus Mitgliedern von Through The Eyes Of The Dead und haben zuvor ihre Einstands-EP noch unter dem Namen FROM GRAVES OF VALOR rausgebracht.

Glücklicherweise verzichtet man auf „Salarian Gate“ größtenteils auf Deathcore, sondern verwendet Elemente dessen zur geschickten Auflockerung der Songs, wie in „Birdles Of Incitatus“ oder „Suffocation Of The Last King„. Ansonsten gibt es modernen Death Metal mit ordentlich melodischem Thrash Anteil, dass im ein oder anderen Song auch der Name The Black Dahlia Murder ins Gedächtnis schießt. Besonders die Gesangslinien, die zwischen Schreien, Rufen und Grunzen angenehm hin und her wechseln, erlauben oftmals diesen Vergleich! Aber auch die Belgier Aborted können an der ein oder anderen Stelle als Referenz herhalten.
Die Songs selber überraschen durch extrem viele Tempo-Variationen, Uptempo – Break – Midtempo – Break – Blastbeat – Break – Groove – Break – und so weiter. Was nun vielleicht etwas vertrackt zu lesen ist, geschieht in Realität aber sehr flüssig und erschafft richtig angenehme Songs, die nicht langweilig werden! An dieser Stelle muss Drummer Dayton Cantley hoch gelobt werden, der nicht nur arsch-tight spielt, sondern auch mit seinen geschickten Breaks und Pausen einen ziemlich wiedererkennbaren Stil pflegt.
Die Jungs aus South Carolina haben auch verstanden, dass man heute nicht nur ein krasses Pferd ist, wenn man permanent durchkloppt! Neben Blastbeats und Slam Death Metal Parts finden sich auch langsame Elemente und das Doom Death Metal-Stück „No Gods Left“ auf „Salarian Gate“ und machen die CD mindestens genau so abwechslungsreich, wie innerhalb der Lieder selber. Als Highlights mag ich hier den Opener und Titeltrack, „Suffocation Of The Last King„, „The Clever Ape“ und „Locusta“ anmerken.

Große Innovationen gibt es zwar keine auf „Salarian Gate„. Und an manchen Stellen merkt man schon, dass GRAVES OF VALOR hier und da eine sehr trendige Variante des Death Metals spielen. Aber die Jungs haben Spaß an der Musik und bringen diese sehr überzeugend rüber! Wer auf leicht (!) anspruchsvollen, modernen Death Metal steht, der ohne Frickelleien auskommt und stattdessen lieber etwas straighter kloppt, sollte GRAVES OF VALORE definitiv mal antesten!

[rating:4.5]

Infos:
Relapse Records – 01.06.2009
CD – 11 Lieder / 35:36 Min.