Impiety – Terroreign

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Seit fast 20 Jahren gibt es nun IMPIETY aus Singapur. Doch leider blieb den Jungs der große Durchbruch verwährt, und die Band vornehmlich den Die-Hard-Fans im Untergrund vorbehalten, was angesichts der neuen Scheibe „Terroreign“ eine ausgemachte Schande ist! Abseits von sämtlichen Trends böllert sich das Quartett oldschool as Fuck durch ihre Songs und strotzt dabei nur so vor Aggression und Freude an der Musik! Mitreißende Songs, nackenbrechende Riffs und saugeile Death Metal Soli dominieren das „Terroreign„. Als Referenz würde ich glatt behaupten alte Morbid Angel (von Soli und Riffs) treffen auf High Speed-Drumming, das selbst den Vergleich zum heutigen Sandoval nicht scheuen muss, und alles wird durch einen leichten Black Metal-Touch angeschwärzt. Aber die Zutaten für das „Apocalyptic Armageddon Command“ würden wohl alleine nicht so unglaublich wütend klingen, wenn die Band nicht ihre Attitüde in die Songs einfließen ließe! Hier regiert „oldschool“ als Lebensgefühl und nicht als Marketing-Masche eines Labels!
Trotz der wilden Raserei schafft die Band aber noch einen gewissen Wiedererkennungswert zu erschaffen und durch sehr geile Breaks, Pausen und Tempovariationen nicht in stumpfe Monotonie zu verfallen. Schade nur, dass die Lieder etwas unter der durchschnittlichen Produktion leiden. Aber der Optimist unter uns könnte diesen Umstand ebenso zum Konzept „Oldschool“ zählen, haha! Ich für meinen Teil hätte mir etwas mehr Differenzierung in den einzelnen Instrumenten gewünscht.
Dennoch bewegen sich die Lieder allesamt auf konsequent hohem Niveau, dass einem das Herz in der Brust auf und ab hüpft! Neben In- und Outro sticht lediglich das Midtempo-Stück „My Dark Subconcious“ aus dem Gesamtbild, das im original von Morbid stammt und als Hommage an Sänger Dead (RIP) eingespielt wurde. Der Song ist zwar wesentlich druckvoller als das Original, lässt aber gleichzeitig etwas den morbiden Charm vermissen.
Neben dem Titeltrack befinden sich auf dem Album noch die ziemlich coole Songnamen „Goatfather“ und „Atomic Angel Assault„. Doch Namen sind Schall und Rauch, besonders, nachdem IMPIETY durch ihre Lieder geholzt und alles in Schutt und Asche gelegt haben! Mir bleibt nur noch die Frage, warum die Truppe einen regulären und einen Live-Drummer, aber keinen Bassisten hat? Ist aber auch wurscht für die Kritik, Freunde von alten Morbid Angel oder von oldschool blackened Death Metal sollten die CD unbedingt antesten!

[rating:4.5]

Infos:
Agonia Records / Twilight Vertrieb – 29.05.2009
Digipak-CD/LP – 10 Lieder / ~ 35 Min.