Funebrarum – The Sleep Of Morbid Dreams

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„The Sleep Of Morbid Dreams“ ist der neueste Longplayer, der aus New Jersey stammenden Band Funebrarum, die in diesem Jahr bereits auf eine 10-jährige Karriere zurückblicken kann. Gegründet von Gitarrist Nick Orlando und Sänger Daryl Kahan war das Ziel einen düstern, oldschool Death Metal zu schaffen, der wohl so ungefähr klingen sollte, wie auf der aktuellen Platte.
Obwohl Funebrarum aus den Staaten kommen ist der klassische, schwedische Einfluss in den Riffs nicht zu leugnen, wobei stellenweise geschickt mit Elementen von Übersee gewürzt wird. So schwingt in den melodiösen Leads stets eine Spur Morbid Angel oder mit Abstrichen auch Autopsy mit.
Die sieben Songs auf „The Sleep Of Morbid Dreams“ bieten größtenteils eine gut abgestimmte Mischungen aus morbidem Midtempo bzw. sehr schleppende Passagen und zackigem Uffta-Uffta. Somit bleiben die Songs immer spannend und bieten viel Abwechslung für das vom Geschwindigkeitswahn geplagte Ohr. Gerade diese geschickte Mischung macht das Album sehr kurzweilig, da meistens genau im richtigen Augenblick das Tempo gewechselt wird und somit Aufmerksamkeit erregt wird. Blastbeats werden in einem gesunden Maße in den Sound integriert und fügen sich, weit entfernt von nervigem Dauerfeuer, hervorragen in die Songs ein.
Was „The Sleep Of Morbid Dreams“ allerdings etwas an Stärke nimmt, ist die sehr bassarme Produktion und der undefinierte Gitarrensound, der viele Details im Hintergrund verschwinden lässt. Diese fehlende Prägnanz hätte dem Gesamtwerk den letzten Schliff gegeben und die Scheibe auf ein höheres Niveau katapultiert.
Es bleibt jedoch ein starkes Album, das einerseits eine böse Atmosphäre aufbaut und anderseits richtig schön abgeht. Zwar halten Funebrarum die oldschool Fahne tapfer hoch, begehen dabei aber nicht Fehler stumpf zu agieren, sondern ihre Interpretation von Dark Death Metal vehement durchzusetzen.

[rating:4.5]

Infos:
Cyclon Empire / 17.04.2009
CD – 7 Lieder / ~ 39 Min.