1349 – Revelations Of The Black Flame

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Dass ich mich mit Black Metal etwas schwer tue, sollte dem regelmäßigen Leser dieses Webzines bekannt sein. Umso überraschter war ich, dass ich sehr schnell mit „Revelations Of The Black Flame“ warm geworden bin – und das bei so kalter Musik, haha!
Aber ernsthaft, auch wenn ich nie zu vor ein Stück von 1349 gehört habe, und entsprechend unvorbehalten an die Scheibe gegangen bin, kann ich mir gut vorstellen, mich nochmals etwas genauer mit der Band auseinander zu setzen!

Dabei ist „Revelations Of The Black Flames“ nicht mal ein „Album“ in dem Sinne, wie es der gemeine Metalhead wohl versteht. „Richtige“ Songs sind von den neun Liedern gerade mal fünf Stück. Und davon ist der Opener auch zu über der Hälfte erstmal Sounds und Intro. Die restlichen Lieder kann man eher als Sound-Collagen und Zwischenspiele sehen. Doch gerade diese etwas unkonventionellen Lieder tragen unglaublich zur Atmosphäre der CD bei! Und die Scheibe hat eine unglaublich dichte, kalt-depressive Atmosphäre, die den Hörer richtig in den Bann zieht kann und eine eigene, düstere Welt erschafft.
Da ist es mir auch plötzlich egal, dass lediglich „Maggot Fetus Teeth Like Thorns“ mit fiesem Midtempo-Groove und am Ende ein paar Blastbeats daherkommt und der rest der CD eher laaaaangsam bis schleppend ist. Hier lass ich mich auch schon mal von hypnotisch-monotonen Riffs begeistern (Auch wenn ich am meisten von dem Immortal-Riff in „Serpent Sibliance“ angetan bin…). Denn auch, wenn 1349 immer noch Black Metal machen, der eigentlich immer noch nicht meine Baustelle ist, ist „Revelations Of The Black Flames“ in sich ein verdammt stimmiges, kraftvolles, wenn auch düster-depressives Album. Zugegebener Maßen weiß ich nicht, wie oft und in welchen Stimmungen ich die CD hören werde, oder ob ich großartig Geld dafür ausgegeben hätte. Dennoch lässt sich die Qualität des Albums und der dahinter stehende künstlerische Aspekt nicht leugnen!

[rating:4]

Infos:
Candlelight Records – 25.05.2009
CD – 9 Lieder / ~ 44 Min.