Witchmaster – Trücizna

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Die Oldschool-Thrash-Welle hält an und das nächste Release auf eben dieser ist die neue WITCHMASTER-Platte „Trücizna“ auf Agonia Records. Hier wird komplett auf Weiterentwicklung, Innovation oder andere solche Spielereien geschissen! Vom Sound, der einfach nur das Prädikat oldschool verdient hat – auch wenn „Gut“ anders ist… – bis hin zu dem Coverartwork, was zwar recht gelungen ist, aber sicher keinen mehr schocken, oder hinter dem Ofen hervorlocken wird. Musikalisch ist es auch sehr traditionell. Thrash Metal der Marke Slayer, so oldschool, dass hier und da wieder Elemente und Riffs der 80er-Jahre Heavy Metal Bewegung auftauchen oder die Grenzen zum alten Black Metal wieder verschwindend gering sind.
Dennoch limitiert man sich nicht auf Thrash Metal – das wäre definitiv der Tod der Scheibe! – sondern nimmt noch ein paar Einflüsse von Terrorizer heraus und bring sehr stark an den Grindcore erinnernde Parts und Strukturen in die Lieder. „Self-Inflicted Divinity„, „Road To Treblinka“ oder „Two-Point Suicide“ bedienen beinahe ungeniert an den Pionieren des Grindcore, erreichen dabei aber leider nie die Intensität oder den Groove der Amis. Dennoch sind gerade diese Lieder – und das Thrash’n Roll Stück „Black Scum„, das sicherlich auf einer Party auch einige Banger finden dürfte – die Highlights auf „Trücizna„.

Doch wenn man die Platte in Totalität betrachtet, wird sie schnell in Vergessenheit geraten. Die Krachgeräusche, die stellenweise wohl so was wie Soli darstellen sollen, die belanglosen Slayer-Ripp-Off-Stücke und diese konsequente Missachtung aller musikalischer Entwicklung der letzten zwanzig Jahre disqualifizieren WITCHMASTER im Wald an ähnlich orientierten Kapellen heutzutage…

Zum Schluss mag ich noch anmerken, dass ich auf Grund von Liedtiteln wie „Road To Treblinka„, „Back To The Bunker“ oder „Black Scum“ schon leichte Bedenken bezüglich der politischen Ausrichtung der Band habe. Aber da ich keine Liedtexte vorliegen habe, will ich die Band auch nicht vorschnell verurteilen.

[rating:2.5]

Infos:
Agonia Records – 10.04.2009
CD – 9 Lieder / ~ 32 Min.