Trigger The Bloodshed – The Great Depression

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Bekanntermaßen übertreiben Labels ja gerne mit ihren Versprechungen und schüren damit oftmals beim geneigten Käufer übersteigerte Erwartungshaltungen. So geschieht das auch im Fall von Rising Records und deren neuem Pferd im Stall, TRIGGER THE BLOODSHED.
Die britischen Newcomer, die mit „The Great Depression“ ihr zweites Album hinlegen werden schlichtweg als „Future of Death Metal“ verkauft, die „ihre amerikanischen Vorbildern die Ohren schlackern lassen“. Dabei fällt auch noch das Wort „blastgrooven“, was sicherlich dem ein oder anderen noch Ähnlichkeiten zu Dying Fetus suggerieren mag.

Doch recht weit gefehlt, Groove findet sich eigentlich kaum bis gar nicht auf „The Great Depression„! Vielmehr knüppelt sich das junge britische Quintett durch ihre gute halbe Stunde und verfällt höchstens mal in einen langsam schleppenden Part, der nicht von langer Dauer ist. Dabei frickelt sich die Saiten-Fraktion einen unglaublichen Ast ab, dass es wirklich keine Verschnaufpause gibt. Lediglich das „Interlude – I“ bietet eine kurze Pause, bevor es in der zweiten Hälfte der CD weiterböllert. Eingängigkeit wird leider dabei relativ klein geschrieben und nur „Contemporary Perception Narcotics“ ist ein klein wenig prägnant. Dabei haben aber auch „Sanctuary Of The Wretched“ mit seinen Immolation-Elementen, „Dessicate Earth“ oder der Titeltrack und Opener einiges an Potential, was leider nicht voll ausgenutzt wird. Sicherlich ist die Band technich mehr als fit und dürfte für britische Verhältnisse neue Maßstäbe in Sachen Technik und Geschwindigkeit vorlegen. Aber das ist bekanntlich nicht alles an einem guten Song!

Fans von Psycroptic, Disgorge (US), Origin oder der letzten Deeds Of Flesh dürten mit „The Great Depression“ sicher auf ihre Kosten kommen. Wer aber abwechslungsreiches Songwriting sucht, ist bei diesem wilden, technischen Getacker doch fehl am Platz. Die knappen vier Punkte gibt es dennoch für die technischen Fähigkeiten und die enorme Geschwindigkeit.

[rating:4]

Infos:
Rising Records – 20.04.2009
CD – 11 Lieder / ~34 Min.