Inevitable End – The Severed Inception

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Es liegt das Debüt-Album der vier Schweden von Inevitable End vor. Beeindruckenderweise erscheint besagter erster Longplayer names „The Severed Inception“ bei Relapse. Dementsprechend hoch sind meine Erwartungen an die – mir vorher völlig unbekannten – Schweden.

Das erste was auffällt: Die Jungs beherrschen definitiv ihr Werkzeug. Der Anfang der Scheibe wird durch – etwas weniger abgefahrene – Parts a la Beneath The Massacre dominiert, also recht frickelig-hektisches Gebolze. Hinzu kommen leicht atmosphärische Parts die etwas an Nile erinnern, so z.B. zu Beginn von „Dreamsight Synopsis„.
Embracing The Origin“ fällt dann auf, leider negativ, mit gesprochenen Vocals mitten im Song. Meiner Meinung nach denkbar unpassend. Ansonsten ist der Sound der Scheibe recht fett, wobei mich die Musik an sich bis dahin nicht gerade aus den Socken haut.
Ab „Persevering Incitement“ wird dann jedoch deutlich song-dienlicher gefrickelt, so dass z.B. das Hauptthema von besagtem „Persevering Incitement“ richtig hängen bleibt. Auch die folgenden Tracks zeigen eine deutliche Steigerung in musikalischer Hinsicht.
Distorted“ als kurze, sehr rotzige und vor allem unerwartete Einlage lockert das Geknüppel entsprechend auf. Mit „Firstborn Of All Dead“ wird es dann wieder straighter und zwischenzeitlich sogar melancholisch-melodisch. Die Jungs bieten also echte Abwechslung und schließen den Silberling mit „The Art Of Corruption“ überzeugend ab. Ein roter Faden ist nur schwer zu erkennen. Ich halte rote Fäden aber sowieso für völlig überbewertet.

Insgesamt kann man wohl sagen, dass Inevitable End zurecht bei Relapse untergekommen sind. Der Anfang der Scheibe ließ zunächst eine 0815-Frickelband vermuten. Ab dem dritten Track scheint man sich jedoch gegen unsinniges Gefrickel und für Musik zu entscheiden – Musik die nicht nur auf einem hohen Niveau ist, sondern auch authentisch.
Für jeden der auf technischen Death-Grind steht und – wie ich – die Nase voll hat von instrumentalem Schwanzvergleich statt echter Musik ist „The Severed Inception“ ein Pflichtkauf. Beim nächsten Mal verzichten die vier Schweden dann sicher auch auf den schwachen Anfang.

[rating:4.5]

Info:
Relapse Records / 17.3.2009
CD – 9 Tracks / 34:04 min.

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