Havok – Rebuilding Sodom

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Das 2004 gegründete Quintett HAVOK hat sich zur Aufgabe gemacht, abwechslungsreichen Death Metal zu spielen. Dazu wirft die Band alten Todesstahl der amerikanischen und schwedischen Schule zusammen mit einem Hauch brutalen Slam-Death Metal in einen Pott und reichert alles mit etwas Götheburg-Sound und oldschool Thrash Metal an. Damit diese ordentliche Ladung an alten Einflüssen nicht zu angestaubt klingt, gibt es dann hier und da noch ein paar Stakkatos und moderne Einflüsse, die man so auch bei Slipknot gefunden hätte.

Klingt auf Anhieb schon schmackhaft, oder? Nur leider ist das Labeldebüt „Rebuilding Sodom“ nicht so lecker, wie es hätte werden können. Die hauptsächlichen Thrash / Death Metal Sachen klingen langweilig, berechenbar und austauschbar. Wenn dann die modernen und Slam Death-Parts mit in die Lieder kommen – wie im Opener und Titeltrack „Rebuilding Sodom“ oder „Daily Overdose“ – wirken die Songs nicht wirklich homogen und stellenweise zu konstruiert.
Die Stärken von HAVOK liegen viel mehr in den götheburg-orientierteren Liedern wie „Provoke The Foul„, „Born Dead“ oder dem richtig guten „Under My Heresy„. Diese Ideen sollte die Band vielleicht etwas weiter ausbauen und um diese Basis die anderen Elemente einfließen lassen – und weniger dabei konstruieren!
Positiv hervorheben muss man auch Sänger Thomas, der auf jeden Fall einen sehr abwechslungsreichen Job macht! Richtig coole Thrash-Shouts treffen auf bissige Schreie und verdammt geile Growls! Die Stimme ist ohne Probleme mit Chris Barnes zu Bestzeiten vergleichbar! Sehr nett. Nur seine Screams gehen mir früher oder später auf den Senkel… Dennoch: Abwechslungsreich ist es!

Zusammenfassend hat „Rebuilding Sodom“ nette Ideen – die leider nicht homogen und authentisch genug umgesetzt wurden und irgendwie weder hängen bleiben, noch sonderlich überzeugen können, ohne dabei nennenswert schlecht zu sein. Es ist einfach nur eine gesichts- und belanglose Veröffentlichung von vielen.

[rating:3]

Infos:
Heavy Horse Records – 2009
CD – 11 Lieder / ~ 35 Min.