Thyruz – Northern Blasphemy

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Black Metal ist für mich immer so ein Thema. Besonders, wenn eine Band immer wieder plakativ auf ihre Herkunft aufmerksam macht, mit Norwegen-Fahne und „Norge“ auf der Plauze heroisch posiert. Richtig witzig kommen dann noch Anmerkungen im Booklet wie „If you dont understand us, please try some alcohol, cocaine or pot. Then you will see your subconsciouness, and you will become addicted to our future“ oder „this album contains things that can do serious damage to some people, we take no response for weak souls“ – Wie weit kann man eine Band dann noch ernst nehmen?

Dennoch habe ich mich etwas mit dem Erstlingswerk der Norweger THYRUZ auseinander gesetzt und hatte nach dem Intro doch noch gute Hoffnung. Die spaßige Orgel-Melodie hat mich ein wenig an die Horror-Punker von Shadow Reichenstein erinnert! Leider aber nichts mit witzigem Horror-Zirkus, direkt mit stumpfen Geböller geht es in „Gautatyrs Vrede“ zur Sache, unterstützt von Keyboard-Klimpereien. Das umschreibt vielleicht am Besten den Grundtenor von „Northern Blasphemy“:
High-Speed-Raserei mit Geklimper! Nicht unbedingt immer vom Keyboard, sondern auch ab und an von der Gitarre, mal mehr und mal weniger dezent. Weder richtig Nekro-Black Metal und auch nicht dieses epische, melodische oder sonstwie massenkompatible Zeug, irgendwie dazwischen.
Aber dadurch entsteht auch ein gewisser Charm an dem Album, der es für mich als reinen Death Metal Fan etwas erträglicher macht! Ab und an wird die Atmosphäre richtig kalt und misanthropisch, dass ich schon überlegt habe, die CD noch ein paar mal öfter zu hören. Zum Beispiel gestern beim Spülen hat sich der Longplayer mit gut 52 Minuten gut bewährt. Und sicherlich ist es auch angenehme Hintergrund-Musik bei einem Bierchen unter Freunden. Aber für den vollwertigen Musik-Genuss bieten mir THYRUS nicht sonderlich viel….

Knapp über einer reinen Empfehlung für Genre-Anhänger gibt es hier:
[rating: 2.5]

Infos:
Twilight Vertrieb / 2006
CD – 14 Lieder / 52:01 Min.