Roadside Burial / Corpsickle – Split 2006

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Mal ehrlich: Wer könnte in einer Welt ohne Mortician leben? In einer Welt, in der nicht zwei Rednecks auf die Idee kommen, mit einem schlecht programmierten Drumcomputer und schlechten Horror-Film-Intros Musik zu machen?
Jeder, der nun mich „Ja, ich kann“ geantwortet hat, braucht gar nicht erst weiter lesen! Beide Teilnehmer dieser zugegebenermaßen schon leicht angestaubten Split-CD vom australischen Grindhead Records besteht aus zwei Mann, jeweils einer am Gesang und einer hinter den Instrumenten.

Dabei scheint es sich bei Roadside Burial wirklich um ein paar australische Rednecks zu handeln, wenn ich mir die Bandfotos, das Cover und schlussendlich den Band-Namen anschaue… Entsprechend geht es auch musikalisch ziemlich Stumpf zur Sache, nutzlose Intros, langweilige Riffs, belanglose Vocals. Wer’s denn braucht, ich sicherlich nicht!

Witziger sind da Corpsickle, ebenfalls aus Australien, die sich etwas mehr Mühe bei den durchaus netten Gitarrenläufen und teilweise auch -melodien gegeben haben und auch nicht immer im Vollgas durch die Lieder heizen müssen! Ab und an überrascht den Zuhörer der ein oder andere Midtempo-Part, auch wenn die Doublebass eigentlich durchgängig 32stel bei 300 BPM spielt. Von den total übertriebenen Hyperblasts schweige ich an dieser Stelle einfach mal… mit „Piss Drinkin‘ Poofter Zombies“ ist auf jeden Fall ein super Song bei rumgekommen, auch, oder gerade weil er nur 45 Sekunden dauert, haha!
Dennoch werde ich „Unleashed In The Deceased“ – so der Name der Splithälfte – nicht sonderlich häufig in meinen Player wandern lassen, dafür bietet mir die Scheibe zu wenig Abwechslung und Eigenständigkeit

Ich für meinen Teil gebe mir nun noch eine Runde guten Drumcomputer-Grind, ebenfalls von Australiern: Fuck… I’m Dead!. – Kann es sein, dass in Down-Under ein eklatanter Schlagzeuger-Mangel herrscht?

[rating:2]

Infos:
Grindhead Records – 2006
Split-CD – 18 Lieder / ~ 35 min.