Deceiver – Thrashing Heavy Metal

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Da sind sie wieder für ein drittes und letztes Album, DECEIVER haben noch ein mal zueinander gefunden! Mit ihrem Debüt in starker Anlehnung an meine ersten Heavy Metal Helden Metallica konnte das damalige Quartett mich richtig überzeugen. Doch man hat sich scheinbar weiterentwickelt: Sänger Destromo hat die Band verlassen und überlässt das Mikrofon nun Gitarrist Pete Flesh. Außerdem gab es wohl 2006 noch eine zweite, mir unbekannte Full-Length.

Aber auch musikalisch haben sich die schwedischen Oldschooler entwickelt! Wo „Riding With The Reaper“ noch wie eine Mischung aus Motorhead und Metallica klang, da ist „Thrashing Heavy Metal“ nun eine Mischung aus Judas Priest, Bay Area Thrash, Iron Maiden (besonders die Soli und Leads) und etwas leichtem oldschool Black Metal. Am ehesten würde ich hier noch Vergleiche zu einigen Songs von Goddess Of Desire ziehen.
Richtig gut thrashende Stücke gibt es immer noch, „Ghost Of Souls & Inner Hate„, „Machinery Of God„, „Dead To The World“ oder der Titeltrack sind eindeutig zum Trinken und Spaß haben geschaffen! Aber es gibt auch langsamere, melanchonischere Stücke, die dem Album etwas an Energie entziehen. „Graveyard Lovers“ fehlt es eigentlich nur etwas an Fahrt, ansonsten ist es ganz nett mit den schönen Maiden-Leads. Aber „Blood Of The Soul“ oder „The Dungeon“ stinken irgendwie. Hier kommt mir zu sehr der Schlepp-Black-Metal durch. Dieser Schwarzwurzel-Schlag zeigt sich neben den musikalischen Wurzeln auch sehr in dem bissigen Gitarren-Sound.

Auch wenn DECEIVER immer noch ordentlichen Heavy Metal mit ordentlich Thrash machen, kommen sie leider nicht an das Hörvergnügen des Debüts ran. Schade eigentlich, aber da es offiziell auch die letzte Platte ist, wird sich daran wohl auch nichts mehr ändern…

Noch eins zum Schluss: In der Produktbeschreibung steht „Album artwork conveiced by up-and-comming Israeli Metal artist Elrian Kantor“ – Was für ein „Artwork“? Verdammt, ich sehe da nur ein langweiliges Foto von einem Schädel – wie auch schon auf der „Riding With The Reaper„.

[rating:3.5]

Infos:
Pulverised Records – 27.02.2009
CD – 10 Lieder / ~ 34 Min.