Stam1na – Uudet Kymmenen Käskyä

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„Ich brech gleich im Strahl“ – mein Gedanke nach 2 Minuten „Uudet Kymmenen Käskyä“ von Stam1na. Stam1na sind vier Finnen, die auf ihrer Website neben Größe und Gewicht angeben welche Schuhe sie tragen – wtf?! Genau so auf Hochglanz poliert wie deren Fotos und Website ist jedenfalls auch deren Musik.

Die Produktion und teilweise auch das Songwriting könnten locker von Dieter Bohlen stammen. Selbst wenn die Jungs es hier und da schaffen etwas Härte aufzubauen, wie beispielsweise bei „Vapaa Maa„, wird diese Härte binnen weniger Sekunden vom Sänger relativiert, bis dann später auch der Background-Gesang einsetzt und alles zerstört. Denn es geht hier tatsächlich um richtigen Gesang. Mit Noten und sowas. Von vorne bis hinten. Ich wage den politisch inkorrekten Begriff „schwul“ in den Mund zu nehmen. Ja, der Gesang ist total schwul!

Zum schwulen Gesang kommen langweilige Instrumente. Die Mädels, äh… Jungs streuen hier und da ein Solo ein, was aber so langweilig ist wie ein Solo nur sein kann. Außerdem sind die meisten Refrains total poppig. Und mit „poppig“ meine ich nicht, dass sie eingängig und zum mitsingen sind. Mit „poppig“ meine ich, dass sie problemlos von HIM oder The Rasmus stammen und bei MTV laufen könnten. Wen wundert es da noch, dass Stam1na 2008 das Wacken unsicher gemacht haben?

Diese Scheibe bekommt insgesamt von mir das Prädikat „seichte Scheiße“ und um das Gehörte zu kompensieren brauche ich jetzt erstmal irgendein ganz böses Geknüppel…

[rating:0]

Info:
Sakara Records / 2006
CD – 11 / 47:55 min.

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