Putrescence – Fatal White Pustules Upon Septic Organs

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Mit einer bitterbösen Anzeige über ihren eigenen Tod haben die Kanadier Putrescence auf ihrer Homapage ihr aktuelles Album „Sledgehammer Holocaust“ „beworben“… Ziemlich kranker und gleichsam geiler Humor, wenn ihr mich fragt, haha!
Aktuelles Werk kann ich gerade leider nicht besprechen, aber ich habe hier noch den Vorgänger „Fatal White Pustules Upon Septic Organs„, erschienen im Dezember 2007 über Power-It-Up, rumliegen, der seither auf eine Kritik wartet!

Wer denkt, „Fatal White Pustules Upon Septic Organs“ wäre ein verdammt langer Name, der sollte besser nicht die Tracklist des knapp 30 minütigen Albums ansehen, haha! Goregrind-typisch sind die Songtitel sehr sprechende Namen, stellenweise habe ich sie glatt für die Texte gehalten!
Musikalisch geht es aber nur bedingt in den typischen Goregrind, z.B. „Total Fucking Absence Of Brain Matter“ oder „The Black-Out Drunk Psycho Voices Inside My Head“ klingen etwas nach frühen Carcass oder Dead. Die restlichen Lieder sind stilistisch eher dem Grindcore zuzuordnen, unterlegt mit „Gore Gore Schnetzel Geschnetzel“-Texten.
Durch richtigen Rumpelgroove und chaotische Blastbeats kloppen sich der Opener „Stench Of Vomit, Vomit Of Stench„, „Kill Yourself, Shit Your Pants“ und „Total Fucking Absence Of Brain Matter“ tief in meine Gehörgänge! Sehr nett!
Ebenfalls beim Misfits-Cover „Green Hell„, das als altes, zuvor unveröffentlichtes Material auf die Platte gekommen ist, lässt es mich aufhorchen, aber mehr als ein Schmunzeln über die vergebene Liebesmühe hinterlässt es leider doch nicht auf meinen Lippen. Neben diesem Bonus gibt es noch „Faster Blunt Trauma, Kill, Kill“ von der Split mit Embalming Theatre und vier Live-Aufnahmen.

Letztendlich bleibt mit „Fatal White Pustules Upon Septic Organs“ ein zwar kurzweiliges, wenngleich auch nicht sonderlich weltbewegendes Album. Mir haben die Studio-Aufnahmen Spaß gemacht zu hören und der Besitz des Albums tut auch nicht sonderlich weh. Aber ob ich die Scheibe unbedingt brauche, steht auf einem anderen Blatt…

[rating:3.5]
Infos:
Power-It-Up / 2007
CD – 9 Lieder / ~ 31 min.