Hellmouth – Destroy Everything, Worship Nothing

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Hellmouth sind vier Jungs aus Michigan, die sich scheinbar erst vor kurzer Zeit zum Musizieren zusammengefunden haben. Eine anständige Biographie kann ich nirgendwo finden. Die vorliegende CD „Destroy Everything, Worship Nothing“ ist jedenfalls ihre erste richtige Veröffentlichung nach einer Demo-Aufnahme aus dem Jahr 2008.

Das Erste was mir auffällt ist das Cover. Gemalt von Andrei Bouzikov (bereits tätig gewesen für Municipal Waste) lässt es eine besonders unchristliche Gangart der enthaltenen Musik vermuten. Das ist, wie ich finde, nicht ganz der Fall.

Die Band beschreibt ihren Stil selbst als Mischung aus (Thrash) Metal, Punk und Hardcore. Die Einschätzung trifft es auch sehr gut. Die Vocals bestehen in erster Linie aus aggressiven Shouts wie man sie aus dem Hardcore kennt. Der Herr Schlagzeuger spielt größtenteils einen zügigen Gustav (Abwechselnd Bassdrum „Gus“ und Snaredrum „tav“) oder Gustav-verwandten Rhythmus. Insgesamt ist die Musik der vier Amis sehr rotzig-rockig, professionell und gut produziert. Fotos von Hellmouth’s Live-Performance lassen vermuten, dass die Jungs generell eine „Fuck You“-Rockstar-Attitüde pflegen. Leider schaffen Hellmouth es zu selten von diesem roten Faden etwas Abstand zu gewinnen. Darunter leidet die Abwechslung der CD.

Eine weitere Gesamteinschätzung der Jungs lautet: „It’s back to brutal basics“. Stimmt. Das bedeutet aber nicht nur gutes. Ich denke, dass Hellmouth insbesondere Live einen ganz besonderen Charme haben und immensen Spaß beim Zuschauen machen. Für innovativ oder langfristig interessant halte ich deren Scheibe „Destroy Everything, Worship Nothing“ jedenfalls nicht und greife beim Verlangen nach rockigem Krach lieber auf Crack Up, Entombed oder Blöod Düster zurück.

[rating:3]

Info:
Ferret Records / 2009
CD – 14 / 35:57 min.

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