Ephel Duath – Through My Dog’s Eyes

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Die italienischen Extremisten von Ephel Duath sind und bleiben einfach wirkliche ein ziemlich abgedrehtes Unikat in der extremen Musik-Szene! Wo viele Bands einfach nur schneller, härter, lauter versuchen, scheint das Trio mit „Through My Dog’s Eyes“ gänzlich diesem Triumvirat entkommen und spielt in einer komplett anderen Liga!

Meine Erfahrungen mit Ephel Duath umfassen zwar nur „Pain Necessary To Know„, „Pain Remixes The Known“ und nun eben das im Januar erscheinende „Through My Dog’s Eyes„. Aber der Fassettenreichtum, der innerhalb dieser drei Alben besteht, ist unglaublich! Von wirklich wütendem (Post-)Hardcore gemischt mit Metal und Jazz über Drum’n Bass vermengt mit Industrial bis hin zu aktuellem stark Stoner Rock geschwängertem Material!

„Through My Dog’s Eyes“ ist – wie der Titel vermuten lässt – ein Konzeptalbum über das Leben aus Sicht eines Hundes! Dabei entstehen sehr nette Textzeilen wie „There is a present for you, it is a cat“, „Are you proud of my“, oder „please come back home“, die teilweise durch psychodelische Wiederholungen wunderbar die Sicht- und Denkweise des Tieres wiedergeben. Musikalisch arbeiten Ephel Duath von langsamen, bedrückenden Teilen zu wütenden, bissigen Liedern, was insgesamt dem Konzept sehr dienlich ist – aber leider auch etwas die ungezügelte, chaotische Wut der beiden Vorgängeralben vermissen lässt!

Auch wenn die Lieder immer noch sehr progressiv und stellenweise etwas verschachtelter sind, fehlen auf Grund der Stoner Rock-Basis die schrägen Breaks, vertrackten Strukturen und dissonanten Melodien, alles wirkt eine Nummer grooviger und dadurch auch eingänglicher, als noch auf der „Pain Necessary To Know„. Dennoch erkennt man im Riffing eindeutig Ephel Duath, also den roten Faden hinter der Band selber.
Aus dem Gesamtkonzept besonders die interessanten Vertonungen, Riffs und Leads/Soli von „Breed„, „Silent Door„, und „Nina“ hervor, ebenso wie das verstörende und beklemmende „Spider Shaped Leaves„!

Ich muss gestehen, dass ich anfangs ein wenig von dem Album enttäuscht war. MIr hat das chaotische Element in der Musik gefehlt, die pure Aggression im Gesang, halt irgendwie der „Krach“, der für mich Ephel Duath war. Aber nach einigen Hördurchläufen entdeckt man mehr von den verrückten und absolut wahnsinnigen Ideen hinter „Through My Dog’s Eyes“ und der düstere Groove des Albums schlägt einen in seinen Bann! Ich freue mich schon, wenn das Album am 09.01. erscheint und ich nicht mehr die Beep-Promo hören muss!

[rating:5.5]

Infos:
Earache – 09.01.2009
CD – 9 Lieder / ~32 min.