Raging Speedhorn – Before The Sea Was Build

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Irgendwie scheine ich aktuell eine Händchen dafür zu haben, Bands viel zu spät für mich zu entdecken! Erst WITHIN PASSION und nun RAGING SPEEDHORN, die sich wohl dieses Jahr zu einem Split entschlossen haben! Schade, denn die schon seit dem Ende der 90er aktive Band gefällt mir nach anfänglicher Eingewöhnungsphase ziemlich gut!

In welche Kategorie ich RAGING SPEEDHORN, bzw. deren scheinbar letztes Album überhaupt „Before The Sea Was Build“ einordnen würde, ist schwer zu sagen. Teilweise klingen Elemente des Post-Hardcores ganz klar durch, ebenso finden sich aber auch eindeutige Anzeichen des Dooms und des Sludges. Auf jeden Fall sagt mir dieses britische Sextett viel mehr zu, als es die meisten Vertreter der genannten Genre sonst tun!
Die teilweise recht einfach gestrickten Riffs wirken in den stellenweise recht unkonventionellen Songaufbauten so nachvollziehbar, wie auch unterschwellig unheilvoll! Eine unglaubliche Wut zusammen mit bedrückend-depressiver Grundstimmung schafft eine Atmosphäre, wie ich sie selten auf einem Album gehört habe, und wenn, dann meist auf denen britischer Künstler. So würde z.B. „Mishima“ oder „Who Will Guard The Guards“ ohne Probleme in die tonliche Untermalung eines „28 ____ later“-Filmes passen und dessen Stimmung auf gleiche Weise untermalen, wie es der aktuelle Soundtrack bereits macht!

Auch wenn sich alle Lieder der Scheibe auf gleich hohem Niveau bewegen und nach mehrmaligem Hören einen ziemlich hohen Wiedererkennungswert entwickeln, so sind mir als besondere Tracks „Dignity Stripper“ und „Too Drunk To Give A Fuck“ im Kopf geblieben. Letzteren kann man auf jeden Fall auf dem Last.fm-Profil der Band probehören, was ich aufgeschlossenen Metallern mit einem Hang zum Doom ungefragt ans Herz legen möchte!
RAGING SPEEDHORN waren für mich definitiv ebenfalls eine Neuentdeckung des Jahres 2007!

Infos
Earache / 2007
CD / 10 Lieder / 28:25 min.