Profanation – Lustful Screams Of Torture

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PROFANATION sind bereits seit über 10 Jahren im Underground aktiv und aus diesem nicht mehr wegzudenken! In dieser Zeit haben die Görlitzer drei Alben veröffentlicht, wovon mit persönlich jedoch, neben einzelnen Liedern, nur das noch aktuelle, 2007 über Morbid Records erschienene, „Lustful Screams Of Torture“ bekannt ist.

Und mit diesem Release bekommt der Hörer genau das, wofür PROFANATION bekannt sind: Soliden Death Metal, irgendwo zwischen Brutal Death und Death Grind! Innerhalb der Lieder wechselt die Böllertruppe von groovenden Mid- und Uptempo-Parts zu grindenden Blastbeats und moshbaren Slam-Passagen. Modernere Elemente des Brutal Deaths finden sich genauso wie Zitate von SUFFOCATION („Praise My Avangardistic Cooking Art“ – geiler Titel!!) und einige oldschool Einflüsse („Adrenaline Push“), was „Lustful Screams Of Torture“ zu einem ziemlich soliden Bolzen brutaler Musik macht! Positiv abgerundet wird das Ergebnis durch die brutalen und tiefen Growls, die schon mal in humanes Breebree abrutschen und durch Screams vom Gitarristen unterstützt werden.
Doch leider sind die Lieder alle recht gleichförmig aufgebaut und wirken über die Spielzeit von etwas über einer halben Stunde doch recht austauschbar. Dadruch, dass die Riffs eher simpel gehalten sind, nutzen sich die teilweise richtig coolen Ideen auch sehr schnell ab. Lediglich „How To Use A Human Being“ kann mit seinem Slampart positiv überraschend aus der Masse rausstechen!
Was auf CD aber vielleicht einen negativen Aspekt darstellt, wird live sicher Wunder wirken! Songs wie „Hands Of Doom“, die Midtempo-Walze in „Cut“ oder „Adrenaline Push“ dürften wahre Moshpit-Granaten sein!

Der Sound der CD ist mir noch eine Nummer zu dumpf, in den Gitarren etwas zu undifferenziert und breiig. Für die solide musikalische Leistungen mit kurzweiligem Unterhaltungswert gibt es von mir schwache 4 Kettensägen für die nächste Folter!

[rating:4]

Infos:
Morbid Records – August 2007
CD – 10 Lieder / 36:33 min.