Human Bloodfeast – She Cums Gutted

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Der Mensch ist ein Augen- und Gewohnheitstier. So kommt es, dass der erste Eindruck ebenso entscheidend ist, wie auch vergleichbare Muster. Dadurch haben HUMAN BLOODFEAST schon mal einen recht schwierigen Start! Erstmal ist das Cover zu ihrer CD „She Cums Gutted“ ziemlich billig mittels CGI nachbearbeitet worden und dann zeigt das Bildchen mal wieder eine nackte, halbzersägte Tante, die sich am Schmutzkästchen rumspielt… Direkt kommt mir die Vorahnung von einfallslosem Slam-Death mit Gurgelpornovocals!

Doch nun kommt – mehr oder weniger bewusst – ein Überraschungsmoment für die Jungs aus der Oberpfalz zum Tragen: Modernes Hyperblast-Gematsche ist nicht! Sehr oldschoolig böllern sich HUMAN BLOODFEAST durch ihre 10 Lieder und zweigen sich dabei irgendwo zwischen CANNIBAL CORSPE- und SUFFOCATION vom alten US-Death Metal beeinflusst. Besonders in den mehr als moderaten Blastbeats findet man deutliche Parallelen zu den Tampa-Metallern! In „My Flesh Consumed“ und „Totally Deranged“ finden sich wesentlich schnellere Blastbeats und in letztgenanntem Lied und „Dead Body Sodomy“ (mein Favorit auf der CD!) finden sich stärktere SUFFOCATION-Zitate.
Die Stärken von „She Cums Gutted“ sehe ich dennoch in den groovenden und richtig mitreißenden Midtempo-Passagen! Jedes Mal, wenn die Band versucht einen Song krampfhaft im Uptempo zu halten, verliert er irgendwie das packende Element, das leider im Verlauf der halben Stunde Spielzeit schön mal öfter abhanden kommt! Die eine Hälfte der Lieder ist solide verdient sicher die Aufschrift „gut“. Dafür bewegt sich die andere Hälfte aber eher auf durchschnittlichem Niveau. Ein paar frische, eigene Ideen hätten das Material aufwerten können!
Von meiner Seite gibt es mal eine gut-durchschnittliche Bewertung für das Teil! Vielleicht bringt der Nachfolger ja ein Bisschen mehr Eigenständigkeit mit sich…

[rating:3.5]

Infos:
Twilight – Mai 2007
CD – 10 Lieder / 30:50 min.