Havocate – Solitude

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Wer hätte das gedacht? Aus meinem ursprünglichen Heimatkaff Eschweiler kommt nun eine Death Metal Band, genauer HAVOCATE mit Namen! Bassist/Sänger Henning und Drummer Florian haben schon länger miteinander musiziert, wenn auch nicht immer im Metal-Sektor. Eine gute Basis für ein eingestimmtes Zusammenspiel ist schon mal gegeben! Und da die Bühnentauglichkeit der Band bereits von mir bestätigt wurde, hört man doch gerne in die 3-Track-Promo-CDr „Solitude“ rein!

Die Promo-CDr beinhaltet die gleichen Lieder, die man vielleicht schon von der MySpace-Seite der Band kennt und ist auf den Konzerten von HAVOCATE für 2 Euro erhältlich. Eigentlich schade, die Jungs haben immerhin ein Set von 45 Minuten, da hätte doch auch ein neues Lied auf das physikalische Medium gepasst, oder? Naja, man versteht ja auch die damit verbundenen Kosten!
Auf jeden Fall geht es auf dem Demo ziemlich zackig zur Sache! Die ersten beiden Lieder kloppen durch das gehobene Uptempo und verirren sich hier und dort schon mal in recht ordentliche Blastbeats. Die Mischung aus Death und Thrash erinnert mich besonders im Opener „Heretic Aggression“ leicht an frühe DEFLESHED, ähnlich straight und kompromisslos kloppen sich HAVOCATE durch die Lieder!
Dass die junge eschweiler Truppe aber nicht nur das Gaspedal durchtritt, zeigt das düster-schleppende „Seasons In Soliltude“, das in Oldschoolmanier durch das Midtempo walzt und gelegentlich interessante Leadgitarren aufweist!

Der Sound von „Solitude“ geht für ein erstes Demo auch durchweg in Ordnung. Etwas mehr Differenziertheit hätte sicherlich einigen Details in den Gitarren nicht geschadet, aber ich habe schon weitaus schlechtere erste Eindrücke gehört!

Wenn man bedenkt, dass die Jungs gerade mal anfang Zwanzig sind und dermaßen soliden oldschool Death Metal abliefern, kann man richtig gespannt sein, was die Zukunft der Band noch mit sich bringt! Größte Gefahr besteht aktuell wohl darin, dass die Lieder über eine längere Spieldauer etwas zu gleichförmig sein könnten, wie sich schon auf dem „13th Black Crusade“ leicht angedeutet hat. Sollte die Band gegen diese Gefahr arbeiten und etwas mehr Variation in die Lieder bringen, könnte sie ihr Potential voll ausnutzen! Harren wir der Dinge die kommen, testet die Band solange mal Live oder auf der MySpace-Seite an!

[rating:4.5]

Infos
Eigenproduktion – 2008
CDr – 3 Lieder / 10:45 min.