Dismember – Dismember

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Eigentlich schreibe ich ja nur Kritiken zu CDs, die ich auch persönlich besitze. Und eigentlich bin ich ein Fan von DISMEMBER… Und gerade deswegen schreibe ich diese Kritik! Angefangen hat alles, als ein Arbeitskollege von mir ins Büro kommt, mir die „Dismember“ unter die Nase hält und fragt: „Kennst du die schon?“ – Worauf ich natürlich erstmal die Nerven der in meinem Büro ansässigen Kollegen auf die Probe gestellt und besagte CD intensivst gehört habe…

Aber irgendwie war ich zunächst von der CD richtig enttäuscht! Zugegeben, von DEN DISMEMBER erwartet man keine Neuerungen, keine modernen Einflüsse oder Elemente, sondern einfach puren und intensiven Death Metal alter schwedischer Schule. Und bisher hat der Fan eben dies auch konsequent in mehr oder weniger Konstanter Qualität bekommen. Vom Vorgänger „That God That Never Was“ war ich auch hellauf begeistert!
Doch geht es für mich auf der aktuellen CD gefühlt weitaus schleppender zur Sache (und das, obwohl mehr als die Hälfte der Lieder im Uptempo rumbolzen), mir fehlt irgendwie die Stimmigkeit innerhalb der Platte.
Nachdem ich mir die CD aber nochmal ausgeliehen und tiefergehend angehört habe, haben sich auch einige Perlen herauskristalisiert, die an meine Lieblinge des Backkatalogs anknüpfen: „The Hills Have Eyes“, „Tide Of Blood“ und „Under A Blood Red Sky“. Letztes Lied könnte vom Titel her von einer beliebigen FLESHCRAWL-Platte stammen, ist aber durchweg DISMEMBER, bis zum Ende hin ein astreiner IRON MAIDEN-Part den Hörer wiedermal in Überraschung und Staunen versetzt! Sehr nice!
Nur was viele Pressestimmen so toll an „No Honor In Death“ finden ist und bleibt mir ein Rätsel! Dann höre ich doch lieber das sehr an „Beyond Good And Evil“ erinnernde „Dark Depth“…

Trotz der genannten positiven Aspekte an dieser CD, finde ich das Gesamtbild etwas zu schwach! Vielleicht habe ich auch zu hohe Erwartungen gehabt, das kann ich aktuell nicht sagen. Auf jeden Fall bereuhe ich es aktuell nicht, diese CD nicht in meiner Sammlung zu haben!

Infos:
Regain Records – 2008
CD – 11 Songs / 42:36 min.