Akercocke – Antichrist

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Die bekennend praktizierenden Teufelsanbeter von AKERCOCKE dürften sicher dem ein oder anderen Leser ein Begriff sein! Ich selber kannte die Band bis zum aktuellen Album „Antichrist“ leider nur vom Namen her und wusste, dass die Musik sehr fassettenreich sein soll… Umso überraschter war ich dann, als ich die „Antichrist“ in meine Anlage gelegt habe und zunächst von einem brutalen oldschool Death Metalstück („Black Messiah“) überwalzt zu werden, das mittig in einen jazzigen Part á la CYNIC verfällt!
Mit klarem Gesang, Blastbeats über einer Akustikgitarre und fetter Doublebass überrascht „Summon the Antichrist“ den hörer auf eine andere Art, bevor es in ein cooles Thrashriff abrutscht!
Lieder wie „My Apterous Angel“ dürften in ihren melancholischen Teilen auch Fans in Bereichen außerhalb des Death Metals finden! Experimentierfreudige Leute aus anderen, härteren Genren sollten definitiv auch mal die Scheibe antesten.
„Distant Fires Reflect In The Exes Of Satan“ könnte ich zum Beispiel meinen Beka
nnten aus dem Neofolk-Sektor ohne Probleme vorspielen und „The Dark Inside“ erinnert mich von Gesang und Gitarren ein wenig an THE SMITHS!
Pure Death Metal Fanatiker hingegen dürften sich hingegen an manchen melodischen, unkonventionellen und experimentellen Stellen stören!
Der größte Stinker auf der Platte ist das zum Glück recht kurze „Epode“, der Rausschmeißer der CD!

Insgesamt ist „Antichrist“ ein ziemlich ungewöhnliches Album im Death Metal Sektor! Für mich als Menschen mit breitem Musikgeschmack auf jeden Fall nicht das letzte Mal, dass ich Band oder Album in meiner Anlage hatte, auch wenn dies wahrscheinlich sehr stimmungsabhängig geschehen wird!

Infos:
Earache Records – Juni 2007
CD – 10 Lieder / 41:05 min